Persönliche Einladung auf die Privatinsel Hog Island

Bei gutem Wind segelten wir die Abaco Cays weiter in den Norden. Die Männercrew setzte die Segeln, kontrollierte noch ihre Arbeit und befand sie als gut.

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Die Damencrew schmökerte währenddessen in Reiseführern, um die Tage in Florida zu organisieren.

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Eigentlich wollten wir den ersten Schnorchelstopp in Spanish Cay machen. Landschaftlich hätte uns diese Insel auch sehr gut gefallen, der Schwell und der schlechte Ankergrund ließen aber nicht zu, dass wir hier vor Anker gingen. Aus diesem Grund segelten wir weiter nach Hog Cay, zu einer Privatinsel.

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Als wir einen Strandspaziergang machen wollten, hörten wir plötzlich viele aufgeregte Stimmen und Geschrei. Gerhard lief sofort dorthin und konnte gerade bei einer sehr brenzligen Situation helfen. Von zwei Schiffen (einer davon ein Zweimaster) wollte eines wegfahren, dabei geriet der Besitzer des ersten Bootes in ein Tau und war zwischen den beiden Booten im Tau gefangen und fiel schließlich ins Meer, während sein Schiff geradezu und ohne Besatzung auf den Betonsteg zutrieb. Gerhard schaffte es, das Boot vom Steg wegzudrücken und somit vor größerem Schaden zu bewahren. Der Besitzer konnte sich dann allein retten und der Zweimaster verließ den Hafen.

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Als der Besitzer der Insel, dessen Boot Gerhard gerettet hatte, uns am Strand sah, kam er und bedankte sich mehrmals für die spontane Hilfe und lud uns ein, sooft wir wollen hier bei ihm in Hog Cay an Land zu gehen.

Diese Einladung nutzten wir und marschierten über Hog Cay zur nächsten Bucht. Hier gab es sehr viele Conch-Schnecken, die Rosa am liebsten alle mit aufs Boot genommen hätte. Zwei Stück wurden ihr schließlich gewährt! (Gemeine Erwachsene!)

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Endlich wieder Sonnenschein!

Heute war es beim Frühstück schon so warm wie in den letzten Tagen nicht mehr. Darüber freuten wir uns schon sehr und dann noch über den Sonnenschein, den wir den ganzen Tag über hatten.

Bevor wir noch starteten, holte Rosa eines ihrer Rätselbücher und wir beide rätselten wild drauf los!

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Ein bisschen später zeigte ich ihr „Double Six“, das jamaikanische Dominospiel und sie beherrschte es sofort. Wir hatten viel Spaß beim Spielen und ließen später sogar Teddy mitspielen!

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Unser erstes Ziel war Crab Cay, wo wir Wreck-Snorkeling planten. Während wir Rosa und Sandra beim Strand zum Sandspielen absetzten, schwamm Erich von der SanVerDa bis zum Schiffswrack und Gerhard und ich fuhren mit dem Dingi zu der besagten Stelle.

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Diese alten Wracks waren schon sehr verrostet, aber von vielen, bunten Riff-Fischen und von Rochen bevölkert.

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Vor dem Mittagsschläfchen „suchte“ Rosa noch auf dem Plotter den nächsten Strand mit Seesternen und Schätzen aus. (Eigentlich zeigen die Kreuze Unterwasserfelsen an, aber für Rosa sind das eindeutig Schätze und Seesterne, die es zu finden gilt! ☺)

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Während sie wieder – geschafft von den vielen Eindrücken – ein sehr ausgiebiges Mittagsschläfchen machte, segelten wir zur nächsten Insel „Powell Cay“ weiter, wo wir über Nacht blieben.

Alle Inseln hier sind unbewohnt und haben wunderschöne Strände, das Wasser kommt Gerhard und mir nicht mehr so türkis-blau vor wie in den Exuma-Cays, unsere Kinder sind aber trotzdem vom Wasser begeistert.

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Als Rosa, die ja schon eine Karibik-Spezialistin ist, munter wurde, wollte sie von Opa Gerhard eine Trinkkokosnuss geöffnet haben, um das Kokosnusswasser zu trinken und das weiche Kokosfleisch auslöffeln zu können.

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Als wir nachmittags zum Strand tuckerten, erkundeten unsere Kinder die Insel, während wir bei Rosa blieben, die allen ihren Lieblingsbeschäftigungen nachgehen wollte: Schwimmen, Schätze, Muscheln und Schnecken sammeln. Als ihre Eltern dann noch mit wunderschönen Schneckenhäusern (= Schätzen) zurückkamen, war ihre Begeisterung grenzenlos. Die Eltern waren wiederum begeistert, weil die Insel so schmal war, und sie diese durchqueren konnten und bis zur Atlantikseite der Insel kamen. Hier waren die tosenden Wellen viel rauer und sehr respekteinflößend und vermittelten ihnen den Eindruck, wie winzig der Mensch gegenüber diesem mächtigen Naturschauspiel waren.

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Als wir wieder mit dem Dingi zum Boot zurückfahren wollten, entdeckten wir drei Schildkröten im Meer schwimmend. Dieses Mal konnte Rosa sie auch beobachten und war beeindruckt,„“wie schnell die Schildkröte im Meer flattern konnten“.

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Nach dem Abendessen kamen wieder Möwen zu uns zum Boot. Wir fütterten sie ein bisschen und beobachteten, wie geschickt sie sich anstellten, um ihre Beute in der Luft zu fangen.

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Luki und Gerhard genossen noch einen Sundowner bevor die Sonne wieder einmal wunderschön im Meer „versank“.

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Zeit für unsere Hobbys

Kurzfristig entschlossen wir uns dazu, noch einen Tag auf Green Turtle Cay zu verbringen. Wir segelten zu einem anderen sehr nahegelegenen Strand im Settlement Harbour.

Da der Himmel wieder einmal wolkenverhangen war, fuhren wir doch nicht zum Strand sondern blieben auf der SanVerDa und nützten die Zeit für unsere Hobbys.

Gerhard freute sich, da er wieder einmal Zeit für anfallende Wartungsarbeiten hatte.

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Erich absolvierte eine Trainingseinheit in Form eines Aquathlons (schwimmen – laufen),

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Luki widmete sich dem Training des Limens, bei dem er großen Nachholbedarf hatte – da er während seiner Übungen einschlief, gab es keine Fotos! ☺

Rosa wollte mit mir einen Schokokuchen backen, was wir auch machten. Da es an Bord keine Kenwood-Küchenmaschine gab, übernahm Sandra freiwillig für ihre Tochter diese Aufgabe und schlug händisch Schnee. (Ich glaube, die Aufgabe gefiel ihr so gut, dass es ihr Hobby werden könnte! ☺)

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Rosa übernahm das Qualitätsmanagement und war mit dem Ergebnis des Kuchenbackens sehr zufrieden. Danach gönnte sie sich zu Erholung erst einmal einen „Aqua-Cocktail“.

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Nach dem Mittagessen war Rosa dann so geschafft, dass sie sich ein zweieinhalbstündiges Mittagsschläfchen gönnte, während sich die Crew mit einem Kaffee wiederum um die Qualitätskontrolle des fertigen „Produktes“ kümmerte.

Die Wolken wurden immer mehr, also wollten wir nicht mehr zum Strand sondern gleich zum Stadtfest nach New Plymouth. Schon als wir im Dingi zum Ufer fuhren, begann es zu nieseln. Wir machten unser Beiboot am Steg fest und schon begann es so stark zu regnen, dass wir laufen und uns unterstellen mussten und unter Dach den Regen abwarteten. Leider fiel bei diesem untypischen karibischen Wetter das Straßenfest wortwörtlich ins Wasser und wir suchten uns ein Lokal „The Wrecking Tree“ zum Abendessen. Die Wartezeit überbrückten wir mit „Herzchenmalen“.

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Auf dem Rückweg schafften wir es nicht, bei einem Geschäft vorbeizugehen, wo sich Rosa ein Eis aussuchte.

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Als letztes wurden dann von der männlichen Crew an Bord im Liquorstore die Biervorräte aufmagaziniert und eine kurze Qualitätskontrolle beim Rumpunsch des Lokals durchgeführt.

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New Plymouth auf Green Turtle

Heute hatten wir nur eine kurze Strecke von drei Seemeilen zurückzulegen um auf die nette Insel Green Turtle Cay mit der historischen Siedlung New Plymouth zu gelangen.

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Nach zwei Tagen an Bord konnten Gerhard und ich unsere Arbeiten schon delegieren, denn Rosa übernahm alles! ☺

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In New Plymouth herrschte gerade eine große Aufregung beim Entladen des Mailbootes, das Lebensmittel und gewünschte Gegenstände in die nette Siedlung geliefert hatte. Am Wochenende sollte hier nämlich ein Fest stattfinden. Dieser Ort bestand aus drei Gassen aus sehr lieben, kleinen, bunten Häusern, aus einigen Geschäften und Lokalen.

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Wir machten einen Rundgang, kauften „homemade“ icecream und aßen schließlich im Shorty, einem netten Straßenlokal mit kunterbunten Tischen zu Mittag. Endlich hatte sich auch wieder die Möglichkeit geboten, eine Ansichtskarte zu kaufen und meiner Klasse zu schicken. Ich hoffe, sie freuen sich darüber! Hier gab es in einem rosa-weißen Postamt drei Briefkästen in der Wand, in die man die Post richtig einwerfen musste.

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Als wir wieder auf der SanVerDa waren, fuhren wir in die Coco Bay zu einem tollen Strand, wo das Meer teilweise auch trocken fiel. Rosa war wieder begeistert und wir mussten vom Sandburgenbauen über Schwimmen und Muscheln sammeln wieder einmal das komplette Programm abspulen! ☺

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Während Rosa das Strandleben genoss, erkundeten die anderen inzwischen den Strand und das Hinterland. Erich trainierte das Palmenklettern!

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Die Schweineinsel No Name Cay

Nun werden die letzten zwei Wochen sehr gemütlich und kindgerecht ablaufen, sodass wir unsere Enkelin mit dem Segeltörn nicht überfordern werden.

Heute in der Früh segelten wir bei gutem Wind 10 Seemeilen zur Insel No Name Cay. Nicht nur Erich und Luki übernahmen eine Zeit lang die Aufgabe des Skippers sondern auch Rosa steuerte uns begeistert über hohe Wellen.

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Nachdem wir vor „Piggyville“ vor Anker gingen, aßen wir noch in Ruhe Kaiserschmarren mit Hollerkoch, Apfelmus, Birnenkompott und Zwetschkenröster – ganz nach dem Geschmack von Rosa – bevor wir mit dem Dingi zum „Schweinestrand“ fuhren.

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Diese unbewohnte Insel ist eigentlich nicht unbewohnt, denn es tummelten sich hier zahlreiche Schweine und Hühner. Hier waren aber viel weniger Besucher als in der Schweinebucht in den Exumas. Das hatte zur Folge, das die Schweine nicht so aufdringlich waren und man sie sehr gut streicheln und füttern konnte.
Rosa hielt Brot für die Schweine in der Hand, so dass uns die Borstentiere schon entgegenschwammen und sich die Leckereien abholten.

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Die Schweine liefen lustig auf der Insel herum, kamen, gingen wieder weg und beobachteten Rosa beim Sandspielen. Manches Mal schauten sie nach, ob unter unseren „Sandkuchen“ vielleicht auch Leckerbissen versteckt waren. Das fand Rosa besonders lustig!

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Außerdem fanden wir wieder einige Seesterne ganz nah an der Küste, die Rosa besonders beeindruckten. Wir zeigten ihr, wie er sich fortbewegen konnte und sie freute sich über jedes entdeckte Exemplar, hob es kurz auf und legte es dann sofort wieder vorsichtig in den Sand zurück.

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Große Freude hatte sie mit dem Schwimmen im Meer. Gemeinsam verbrachten wir den ganzen Nachmittag im Wasser und als wir dann am späten Nachmittag wieder zur SanVerDa zurückfuhren, fragte sie nach einer Viertelstunde: „Opa, fahren wir jetzt wieder zu einem schönen Strand zum Muschelsammeln und Sandspielen?“ Nur mit großer Mühe ließ sie sich auf den morgigen Tag vertrösten.

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Wir genießen diese Tage mit unseren Kindern sehr, sind sie doch für uns durch die „Lightversion“ sehr erholsam.

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Am Abend bastelten wir uns noch eine Kinderangel, um eventuell einen Fisch zu ergattern. Damit die Fische aber genug zum Essen hatten, warf Rosa Brotstücke zusätzlich ins Meer! ☺ Irrtümlicherweise fiel ihr dann die Angel ins Meer, worauf Sandra nur mehr mit einem Kopfsprung vom Katamaran die Rettung der Angelrute schaffen konnte.

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Rosa erkundet unsere SanVerDa

Um halb sechs Uhr in der Früh kam Rosa schon in unsere Kajüte geschlichen, um mit uns zu spielen. Um halb sieben Uhr bereiteten wir beide für alle das Frühstück.

Danach mussten wir nochmals in die Stadt Marsh Harbour fahren, um noch ein paar Kleinigkeiten zu besorgen.

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Nach dem Frühstück war Rosa nicht mehr zu bremsen und sie erkundete alles auf dem Boot: das Liegen und Springen im Netz, das Liegen auf dem Dach und in die Küche rufen, Turnen auf dem Großbaum, Lieblingsbeschäftigung: Magnet-Fliegennetz vollständig verschließen.

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Wieder zurück auf der SanVerDa legten wir ab und Rosa erlebte ihr erstes Segeln. Heute war unser Ziel Great Guana, eine Insel, wo wieder viele „Reiche und Schöne“ residieren. Mit Erich beobachtete sie, wie ich den Anker lichtete. Danach musste sie bei Tisch sitzen und ich las ihr Bücher vor. Dabei musste ich nicht sehr lange vorlesen, und meine Enkeltochter schlummerte tief und fest und verarbeitete ihre Eindrücke vom „großen Boot“!

Nach dem Mittagessen, das ich gut kochen konnte, während sie schlief, fuhren wir mit dem Dingi zum Strand zum Sandspielen. Die Beobachtungsgabe unserer Enkeltochter war so gut, dass sie von sich auch das Tau des Dingis zu sich zog und rief: „Alle, die eingeschmiert sind, bitte einsteigen!“

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Rosa war begeistert und wollte nach zwei Stunden immer noch nicht den Strand verlassen. Wir sammelten Muscheln, bliesen Schneckenhäuser, zeichneten Herzen in den Sand und bauten riesige Sandburgen. Außerdem fanden wir auch eine Jelly-Nuss, die wir mit aufs Boot nahmen, um Rosa Kokoswasser und Kokosgelee kosten zu lassen.

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Wieder bei der SanVerDa zurück betrat Rosa nicht einmal den Katamaran, sondern schnappte sich sofort ihren Flamingo und schwamm das erste Mal in ihrem Leben im Meer und es machte ihr riesigen Spaß!

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Nach dem Abendessen waren noch ein paar winzige Essensreste übrig, die Rosa dann gemeinsam mit Opa, Papa und Mama den Möwen verfütterte. Es machte ihr große Freude zu beobachten, wie sie die Möwen die Leckerbissen stritten und diese teilweise im Flug fingen. Diese Begeisterung war für uns nett zu beobachten.

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Wir sind sehr verwundert, wie gut Rosa mit den vielen neuen Erfahrungen, die sie in den letzten drei Tagen gemacht hatte, umging und wie toll sie alles verarbeiten konnte. Da sieht man wieder, wie belastbar, flexibel und neugierig Kinder sind, auch wenn sie erst drei Jahre alt sind!

Langersehntes Wiedersehen mit unseren ersten Verwandten nach sechs Monaten

Auf den heutigen Tag haben Gerhard und ich schon sehr hingefiebert, war es doch der Tag, an dem unsere älteste Tochter mit ihrer Familie und Luki, einem Freund der Familie, zu uns auf die SanVerDa kam.

Schon in der Früh sind wir nach Marsh Harbour auf der Insel Great Abaco gesegelt, weil sich hier der Flughafen „Leonard M. Thompson International Airport“ befand. Da es uns nicht gelang, eine Marina über Internet zu reservieren, mussten wir uns einen guten Ankerplatz im Hafen von Marsh Harbour suchen.

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Dieser ist bei Seglern sehr beliebt, da aufgrund des Flughafens und der Nähe zu Florida hier gut Crewwechsel stattfinden können. Außerdem ist Marsh Harbour die drittgrößte Stadt der Bahamas (was trotzdem nicht sehr groß ist! ☺) und hier kann man gut seine Vorräte aufstocken. Den ganzen Nachmittag machten Gerhard und ich das, immer auf der Suche nach geeigneten Geschäften, wo wir alle Vorräte für die nächsten zwei Wochen erstehen konnten. Wir mussten drei Mal mit dem Dingi zur SanVerDa fahren, bis wir alles an Bord hatten. Dann aber stand der Vorfreude nichts mehr im Weg!

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Schnell bliesen wir noch das Planschbecken auf, das wir für Rosa besorgt hatten, damit sie sich jederzeit gefahrlos an Bord abkühlen konnte und füllten es mit Meerwasser auf.

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Nachmittags um 16.35 landeten unsere Kinder und fuhren mit dem Taxi zu uns. (Gestern am Abend waren sie in Miami gelandet und Rosa war ein bisschen enttäuscht, weil sie nach so langem Flug immer noch nicht auf Urlaub waren. Sandra und Erich versuchten ihr zu erklären, dass der Urlaub bereits angefangen hätte und sie schon in Amerika waren. Rosa wusste es aber besser und fragte: „Seht ihr irgendwo die Oma Petra? Na bitte, dann sind wir noch nicht auf Urlaub!“)

Heute war es dann endlich so weit: Ich konnte mein Schatzi endlich wieder umarmen und für sie selbst startete nun endlich auch noch der langersehnte große Urlaub!

Da sie sich nicht telefonisch meldeten (später erfuhren wir, dass sie keine bahamaische Telefonkarte bekommen hatten.) tuckerten wir um 17.30 Uhr zum öffentlichen Dingisteg und wir trauten unseren Augen nicht, als sich zur selben Zeit ein Taxi näherte mit unseren Gästen!

Endlich konnten wir wieder einen Teil unserer Familie in die Arme nehmen – das war wirklich ein langersehnter Augenblick.

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Zuerst fuhren die Männer mit den Koffern zur SanVerDa und danach holte Gerhard uns drei Damen! Rosa war vom Dingi-Fahren und den Wellen begeistert!

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An Bord war Rosa sofort vom Meer, den Wellen, dem Planschbecken begeistert und musste alles auf der Stelle ausprobieren, während ihre Eltern den Schlafraum herrichteten und die Koffer ausräumten.

Am Abend „kochten“ Rosa und ich für alle Thunfischsalat und wir konnten die müden Krieger damit zufriedenstellen.

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Dann stellte sich bei allen die Müdigkeit ein und alle versuchten den Jetlag zu bekämpfen.

Sonnenschein in Hope Town

Unsere Wetterprognose von gestern aufgrund der Kumuluswolken, die sich am Abend auflösten, stimmte voll und ganz: Schon um 7 Uhr in der Früh mussten wir mit Sonnenbrillen frühstücken und freuten uns nach drei wechselhaften Tagen über den blauen Himmel und den Sonnenschein! (Gerhard musste sich nach dem Frühstück sofort ein Bad im Meer geben, um sich abzukühlen.)

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Bei Flut und „Höchstwasserstand“ verließen wir Sandy Cay, was den Vorteil hatte, dass wir die Flachstellen nicht umfahren mussten, sondern Elbow Cay direkt ansteuern konnten. Das war wieder einmal sehr angenehm, wenn man beim Segeln nicht ständig aufpassen musste, um nicht irgendwo aufzusitzen. ☺

Als wir uns nach ungefähr zwei Stunden Elbow Cay näherten, erkannte man schon an der Küste, dass es sich hier um eine bewohnte Insel handelte, die touristisch schon sehr erschlossen ist.

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Der Leuchtturm war dann das untrügerische Zeichen dafür, dass wir unser Ziel Hope Town erreicht hatten. Es ist der letzte noch mit Kerosin befeuerte Leuchtturm, den wir leider nicht besichtigen konnten, weil – … na weil heute wieder einmal Sonntag war. Wir wussten daher auch, dass sowohl die Geschäfte als auch die meisten Lokale der Stadt geschlossen haben würden. Wir umrundeten den Leuchtturm bis wir die Einfahrt von Hope Town erreicht hatten.

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Da wir noch bei relativem „Hochwasser“ in Hope Town einliefen, konnten wir mit unserer SanVerDa sogar in den Naturhafen hineinfahren, was bei Ebbe nicht so einfach gewesen wäre. Hier im Naturhafen an Bojen festzumachen war das, was wir uns gewünscht hatten, und wir fanden noch etliche freie Bojen, von denen wir eine grüne nützten.

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Gemütlich aßen wir an Bord noch zu Mittag, bevor wir mit unserem Dingi zu dem nahegelegenen Dingi-Steg der Stadt tuckerten.

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Von hier aus starteten wir unseren Fußmarsch. Da wir schon tagelang unsere Füße nicht vertreten konnten, machten wir uns zuerst auf den Weg, die Insel in Richtung Süden – auf der einzigen Straße – zu erkunden. Hier kamen wir zuerst bei einem der beiden Strände „White Sound“ vorbei und passierten etliche Telegrafenmasten, die mit Schildern behängt wurden, die Entfernungen zu Städten in der ganzen Welt angaben (Leider wussten wir das nicht im Vorhinein, sonst hätten wir eines mit „Unternalb“ und der km-Anzahl gemalt und dort angebracht! ☺) Mir gefiel das Wandern in der Mittagshitze, doch Gerhard stöhnte ein bisschen wegen der Hitze und weil wir kein Lokal fanden, wo er sich bei einem kalten Bier abkühlen konnte. Scheinbar hatte er schon Stoßgebete zum Himmel gesandt, auf jeden Fall waren wir noch nicht lange auf unserem Rückweg, da blieb ein junges Pärchen mit einem E-Car bei uns stehen und fragte uns, ob wir mitfahren wollten. So schnell konnte ich gar nicht reagieren, hatte Gerhard auf Englisch schon zugesagt und wir rollten gemütlich im beschatteten Golf-Car in die Stadt zurück. Auch auf dieser Insel gibt es fast keine Autos. Die Leute benützen alle E-Cars, weil sie ja keine großen Distanzen zurücklegen müssen.

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Nun marschierten wir in die Stadt hinein, vorbei an der Schule, wo ich es einmal wieder nicht lassen konnte, ein Foto zu machen. Neben der Schule fand ich dann ein Schild, das mich schmunzeln ließ. Damit ich mich ein Jahr lang auf diese Traumreise begeben konnte, musste ich beim Landesschulrat um ein Sabbatical ansuchen. Das ist ein unbezahlter Sonderurlaub, den ich schon vor fünf Jahren beantragt hatte. Hier fand ich ein Schild, das mich daran erinnerte, dass es in meinem Fall vielleicht so heißen sollte:

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Nach kurzer Zeit kamen wir am „Harbour´s Edge“ vorbei, einem Lokal, das gerade noch bis 5 Uhr am Nachmittag geöffnet hatte, und wo wir uns gemütlich hineinsetzen und den Blick in den Hafen genießen konnten.

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Hier merkten wir deutlich, dass wir wieder in die „Zivilisation“ zurückgekehrt waren. Supertolle Toiletten, mit Fließwasser, Seife und Papierhandtücher und das ganze nicht nur sauber sondern auch sehr modern und stylisch eingerichtet (welch ein Luxus nach 6 Monaten!).

Den sehr positiven Eindruck, den wir von den Toiletten hier hatten, hatten wir von der ganzen Stadt Hope Town – eine nette, kleine Stadt richtig zum Verlieben!

Der ganze Hafenort besteht aus bunten Häusern, mit wunderschönen Holzverzierungen an Traufen (Gingerbread) und Lattenzäunen und mit vielen liebevoll angebrachten Details. Rund um diese Häuser und entlang der Straßen fanden wir wundervolle, sehr alte Gärten vor.

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Auch wenn das Wyannie Malone Museum geschlossen hatte, konnten wir von außen ein nettes Haus vorfinden mit alten Gegenständen, die rundherum aufgestellt waren.

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Beeindruckt von dieser Stadt wollten wir trotzdem noch auf der SanVerDa die Abendsonne beim Lesen und Zeichnen genießen. Da am Abend kein Lokal mehr in der Stadt offen hatte, gingen wir nochmals in das einzige, offene Lokal zurück und kauften uns Conch Soup zum Mitnehmen. Am Abend verzehrten wir dann diese landestypische Köstlichkeit bei Sonnenuntergang auf unserem Boot.

Heute genießen wir die letzte Vollmondnacht auf unserer SanVerDa.

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Post nubila phoebus – nach Wolken kommt die Sonne – nicht nur sprichwörtlich!

Gestern nach dem Abendessen hatte es bei uns zu regnen begonnen und die ganze Nacht durchgeregnet bis heute gegen Mittag. Es war so ein richtiger „Salzburger Schnürlregen“. Seit August 2017 sind wir nun unterwegs aber bis jetzt hatten wir noch nie über fünfzehn Stunden so starken Regen. Die letzten beiden Tage waren zwar Regenschauer und Gewitter, aber nach einigen Stunden waren die vorbei. So änderten wir kurzfristig unsere Pläne für den heutigen Tag und entschieden uns noch einen Tag hier vor Anker zu bleiben.

Am Montag werden unsere letzten Gäste zu uns auf die SanVerDa zu Besuch kommen und dafür musste ich noch einiges herrichten und die zwei Kojen putzen. Außerdem nützte ich die Zeit, um wieder Brotvorrat zu backen, dieses Mal gab es Kürbiskernbrot.

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Da wir heute genug Zeit hatten, kochte ich sowohl zu Mittag als auch am Abend. Zu Mittag gab es Gemüsecurry mit Risotto-Reis, am Abend Lungenbraten mit Kürbis Chutneys aus Langenlois. Nun haben wir alle Gemüsevorräte, die wir auf den Caicos vor drei Wochen gekauft hatten, aufgebraucht und freuen uns schon, wenn wir übermorgen in Marsh-Harbour wieder einmal groß einkaufen gehen können. Vor allem frisches Gemüse und Obst könnten wir öfters gebrauchen! Leider gibt es beides kaum. Bei Obst gibt es meist nur Äpfel und Orangen, bei Gemüse Kürbis, Süßkartoffel und manches Mal Zucchini. Das Problem beim Obst- und Gemüsekauf hier auf den Bahamas ist, dass es selten Geschäfte gibt, die frische Waren führen und falls sie diese haben, wird alles so stark gekühlt, dass es meist gefroren ist. Wenn man dieses Obst und Gemüse dann kauft, hat es überhaupt keine Haltbarkeit. Man muss es oft schon am nächsten Tag wegwerfen, obwohl es unsagbar teuer ist (für eine kleine Schlangengurke z.B. haben wir beim letzten Einkauf $5 bezahlt!).

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Gerhard freute sich schon, dass er einmal Zeit genug fand, um Servicearbeiten auf der SanVerDa durchzuführen. Heute zog er die Schrauben der Relingstützen nach, die sich mit den Jahren etwas gelockert hatten. Dafür musste er aber den Plafond von den Kojen herunterschrauben, um zu diesen zu gelangen – ein relativ großer Aufwand für sehr wenig Arbeit! Da ist so ein Regentag genau das Richtige dafür! ☺

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Nachmittags war dann auch noch ein „Service“ bei der Crew angesagt: Maniküre, Pediküre, Haare waschen, Bart stutzen – man glaubt gar nicht, welche „Servicearbeiten“ da in kürzester Zeit notwendig sind! ☺

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Die meisten dieser Arbeiten versuchen wir natürlich an Deck zu erledigen. Dabei beobachteten wir Kumuluswolken. Nachdem Wolken auch viel über das Wetter aussagen können, ließen wir sie nicht aus den Augen, um zu wissen, wie sich das Wetter bis morgen verändern würde.

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Kumuluswolken sind dichte Wasserwolken mit eindeutigen Grenzen, die manchmal wie Kuppeln oder sogar Wattebauschen aussehen können. Wird die Oberseite dieser Wolken von der Sonne angestrahlt, leuchten sie weiß. Ihre Unterseite ist dagegen deutlich dunkler. Entstehen Kumuluswolken mittags und lösen sich abends wieder auf, bleibt das Wetter schön, bilden sie sich morgens oder abends, kann das Wetter bald schlechter werden. Übrigens: Eine einzige Kumuluswolke, die einen Quadratkilometer groß und einen halben Kilometer hoch ist, enthält etwa 200 Tonnen Wasser!

Da sich die Kumuluswolken um 6 Uhr Abends wieder aufgelöst hatten, wussten wir, dass das ein Zeichen dafür sein könnte, dass das Wetter morgen besser werden würde.

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Außerdem wird morgen um 20.58 Uhr hier bei uns Vollmond sein – möglicherweise ändert dieser das Wetter, wie in alten Bauernregeln bei uns in Österreich öfters gesagt wurde.

Bei Mondaufgang heute glaubten wir eigentlich schon, dass Vollmond wäre. Beim Heck des Bootes stieg der Mond in den Himmel, während am Vordeck die Sonne ins Meer „versank“ – ein wunderbarer Anblick!

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Nachdem wir heute sehr viele Arbeiten erledigen konnten sind wir sehr zufrieden, freuen uns schon wieder auf morgen und auf neue Abenteuer!

Korallenriffe und Korallen – eine „Sachunterrichtsstunde“ aus aktuellem Anlass! ☺

Den heutigen Tag verbrachten wir im Pelican Land & Sea Park und um in diesem Naturschutzgebiet in den vorgelagerten Riffen zu schnorcheln. Da es in der Früh wieder ein Gewitter gab und wir deshalb mit dem Schnorcheln noch warten mussten, machte ich mich inzwischen im Internet über Riffe und Korallen schlau, denn über beides wollte ich gerne mehr erfahren.

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Wir unternahmen heute zwei lange Schnorchelausflüge, wieder in eine andere Unterwasserwelt, als wir sie bisher schon kennen gelernt hatten. Unsere Bilder von den fotografierten Korallen werden wir im nachstehenden Info-Text einfließen lassen.

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Beim Schnorcheln schon bemerkten wir, dass sich wieder Gewitterwolken näherten, da nur bei Sonnensschein die Rifflandschaft unter Wasser ihr traumhaftes Farbenspiel zeigte. So mussten wir leider unseren Schnorchelgang abbrechen, obwohl mir nicht einmal noch kalt war – was ich unbedingt anmerken wollte! ☺

Wieder auf der SanVerDa genossen wir heute einen Nachmittagskaffee am Deck, bevor ich mein neu erworbenes Wissen für den Blog zusammenfasste! ☺

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Riffe

Die heutigen Riffe zählen zu den komplexesten und faszinierendsten Ökosystemen auf unserer Erde. Ihre vielfältige Tier- und Pflanzenwelt baut untermeerische »Städte« von teilweise riesigen Dimensionen, die selbst vom Weltall aus gesehen werden können (z.B.: Great Barrier-Reef in Australien). Riffen kommt eine enorme Bedeutung für Fischerei, Tourismus und Küstenschutz zu, sie stellen auch potentielle Ressourcen für die Pharmaindustrie dar. Von größter Wichtigkeit ist jedoch die kohlendioxidbindende Wirkung der Riffkorallen für die Klimaentwicklung unserer Erde.

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Bereits seit der frühen Erdgeschichte sind Riffe bekannt. Unter den vielfältigsten Umweltbedingungen erzeugten verschiedene Organismen wie Mikroben, urtümliche Korallen, Meeresschwämme oder korallenartig wachsende Muscheln immer wieder derartige Riffstrukturen. So stellen etwa die Gesteine der Dolomiten die gewaltigen Überreste der vor über 200 Millionen Jahren unter dem Meeresspiegel entstandenen Riffe aus der Trias-Zeit dar.

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Riffarten:

Atoll

Das Atoll ist ein ringförmiges Riff, welches eine Lagune umschließt. Atolle beginnen ihr Wachstum in der Regel als Saumriffe um vulkanische Inseln. Taucht die Insel ab, weil der Meeresboden absinkt oder der Meeresspiegel steigt, entwickelt sich das Saumriff zu einem Barriere-Riff, das von der Insel durch eine Lagune abgetrennt ist. Wenn die Insel schließlich vollständig verschwunden ist, bleibt ein Ring aus Riffen zurück, manchmal von kleinen Koralleninseln gekrönt, der die Lagune umgibt. Die gesamte Struktur wird als Atoll bezeichnet.

Barriere-Riff

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Oft ist es schwer, ein fortgeschrittenes Stadium eines Lagunensaumriffes von einem Barriere-Riff zu unterscheiden Dieses ähnelt in charakteristischen Zügen dem Lagunensaumriff, doch liegen seine Dimensionen in ganz andern Größenordnungen. Die Lagune kann viele Kilometer Breite und 30 bis 70m Tiefe erreichen.
Zur Bildung von Barriereriffen bedarf es spezieller geologischer Prozesse und eines längeren Zeitraumes. Daher ist die Zahl der Barriere-Riffe wesentlich kleiner als die der Saumriffe. Beispiele: das Große Barriere-Riff vor Australien, Barriere-Riffe vor Belize und den Bahamas und vor Papua Neuguinea, Neukaledonien und Fiji-Inseln.

Saumriff

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Der am meisten verbreitete Rifftyp ist das Saumriff (Beispiel: Küste des Roten Meeres). Es säumt die Küste (= Strand- oder Ufersaumriff) und ist ihr unmittelbar benachbart. Die Ausdehnung gegen das offene Meer hin hängt davon ab, wie steil der Meeresboden abfällt und wie intensiv das Korallenwachstum ist. Saumriffe können bis zu mehreren hundert Metern breit sein, meistens aber bleibt die Breite unter hundert Metern. Sie können viele Kilometer lang werden.

Plattformriff

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Ein Plattformriff ist von allen Seiten von (gleich) tiefem Wasser umgeben. Es kann noch auf dem Kontinentalschelf oder aber im offenen Ozean liegen. Der Umriss eines Plattformriffes ist meist oval bis stark länglich. Es wächst nach allen Seiten, also zweidimensional, während ein Saum- oder Barriere-Riff sich nur seewärts, also in einer Dimension, vergrößert. Ein Plattformriff kann überall dort entstehen, wo der Meeresgrund soweit zum Wasserspiegel aufragt, dass bei den lokalen Verhältnissen ein riffbildendes Korallenwachstum möglich ist.

Quelle: http://schulen.eduhi.at/hs2bg/projekte/Meer/seiten/riffarten.htm

Was sind Korallen?

Korallen sind Tiere, die im Meer leben. Da sie sich nicht fortbewegen, sondern fest am Untergrund verankert sind, sehen sie allerdings eher aus wie Pflanzen.
Es gibt verschiedene Arten von Korallen.

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Wie leben Korallen?

Korallen ernähren sich von vorbeiströmendem Mikroplankton.
Viele Korallen gehen auch Symbiosen („Lebensgemeinschaften“) mit Algen ein, so dass durch die Photosynthese der Algen die Korallen ebenfalls Energie erhalten. Die Algen geben den Korallen auch ihre verschiedenen Farben.

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Wenn die Korallen absterben, bleibt ihr Skelett aus Kalk am Meeresgrund liegen. Darauf können dann wieder neue Korallenstöcke wachsen. Mit der Zeit, wenn dieser Ablauf sich immer wiederholt, wachsen die Korallen sozusagen in die Höhe und es entsteht ein Korallenriff. Pro Jahr wachsen Korallenriffe nur 1 bis 100 Zentimeter, also ziemlich langsam.

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Vorkommen:

Korallenriffe kommen nur in den Tropen vor, etwa zwischen 32 Grad nördlicher und südlicher Breite. Sie bilden sich nur dort, wo die Temperatur des Oberflächenwassers nicht unter 20°C absinkt. Korallen, welche keine Riffe bilden, kommen allerdings auch in kälterem Wasser vor zum Beispiel an den Küsten der Britischen Inseln. Weitere Voraussetzungen sind Sauerstoffreichtum sowie Licht. Das Korallenwachstum vollzieht sich daher nur bis in Tiefen von bis zu etwa 40 Metern und in nährstoffarmer Umgebung, da sich sonst die Algen zu stark vermehren können und das Licht von der Oberfläche dämmen.

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Verschiedene Eigenschaften der Korallenriffe haben Auswirkungen: Sie nützen uns Menschen oder haben Folgen für die Tierwelt:

• vielfältiger Lebensraum unter und über Wasser -> große Artenvielfalt der Tier- und Pflanzenwelt

• viele Fische -> Fischerei, Nahrung, Tourismus, Taucher

• schöne Formen und Farben -> Tourismus (Taucher)

• küstennah, Wellenbrecher -> Schutz der Küstengebiete

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Gefährdung der Korallenriffe

Leider ist die Existenz der Korallenriffe weltweit gefährdet. Verschiedene Gründe tragen dazu bei:

Mechanische Zerstörung,
• z.B. durch unvorsichtige Taucher, welche die Korallen berühren und beschädigen,
• Schifffahrt, Unwetter, Hurrikan, …
• Wasserverschmutzung, z.B. durch städtische Zentren, die Sediment- und Düngezufuhr aus der Landwirtschaft, Tourismus, …
• Wassertemperaturanstieg infolge des globalen Klimawandels. Dadurch sterben die Algen ab, die mit den Korallen in einer Symbiose leben. Alleine können die Korallen aber nicht überleben.
• Handel mit lebenden Fischen, Dynamitfischerei
• Der Dornenkronenseestern, ein natürlicher Feind, der innerhab kürzester Zeit ganze Korallenriffsektoren auffrisst. In letzter Zeit verbreitet sich der Dornenkronenseestern sehr stark, vermutlich wegen der zunehmenden Wasserverschmutzung.

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Die Auswirkungen, die das Absterben der Korallenriffe hat, sind vielfältig.
Einige Beispiele:

• Schönheit der Korallenriffe ist für immer verloren
• Biotopzerstörung, Verringerung der Biodiversität
• Wirtschaftliche Auswirkungen (Fische, Tourismus)
• Weniger Küstenschutz, mehr Erosion (Landverlust) und Gefahren vom Meer her

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Nutzen:

Die kalkigen Achsenskelette einiger Oktokorallen und Schwarzen Korallen werden für die Schmuckherstellung verwendet. Diese Nutzung lässt sich bis in die vorgeschichtliche Zeit nachweisen. Als Schmuckstein ist die rote Edelkoralle am begehrtesten.

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Quelle: https://www.swisseduc.ch/geographie/regionen/australien/…/korallen_praesentation.pp…

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