Eine abschließende Reflexion unseres Segeltörns von Kroatien nach Florida:

Heute hatten wir den ganzen Tag Arbeit, um unsere SanVerDa zu räumen und alles für unsere Heimreise vorzubereiten und das wird sicherlich noch ein paar Tage in Anspruch nehmen.

Am Abend saßen Gerhard und ich noch zusammen und reflektierten unseren Segeltörn:

Start der Reise: 21. 8. 2017 in Sibenik (Kroatien)
Ende der Reise: 14. 5. 2018 in Fort Lauderdale (Florida)

Unsere Reise dauerte 280 Tage.

Die größte Herausforderung war die Atlantiküberquerung.

Start der Überquerung: 30. 11. 2017 in Furna (auf der Insel Brava in den Kap Verden)
Ende der Überquerung: 16. 12. 2017 in Charlotteville (Tobago)

Wir verbrachten 16 Tage und Nächte auf unserer SanVerDa, legten 2.168 Seemeilen (= 4.015 km) zurück und hatten dabei eine Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 5,7 Knoten.

Vom ersten bis zum letzten Tag unseres Segeltörns legten wir 8.362 km zurück (= 15.468km), sahen dabei 25 verschiedene Länder und besuchten 97 Inseln.

Während unserer ganzen Reise (280 Tage) benötigten wir 41 Nachtfahrten, um unsere Ziele zu erreichen.

Viele Freunde besuchten uns:

1. Besuch: Kroatien, Griechenland
2. Besuch: Mallorca
3. Besuch: Grenada, Union Island, Palm Island, Tobago Cays, St. Lucia,
Martinique
4. Besuch: Martinique, Dominica, Les Saintes, Terre de Haut, Guardeloupe
5. Besuch: Virgin Gorda, Tortola, Jost van Dyke, St. Thomas
6. Besuch: Puerto Rico, Turks & Caicos Inseln
7. Besuch: Great Abaco, Abaco Cays (Great Guana, No Name Cay, Green Turtle Cay,
Powell Cay, Hog Cay, Allans Cay, Pensacola Cay, Moraine Cay, Great Sale Cay) Grand
Bahama, Florida

2 Mal machten wir auch Urlaub im Urlaub!

8. 10. 2017 bis 23. 10. 2017 – Heimaturlaub (Hausmesse in Gerhards Firma, die beiden Taufen unserer jüngsten Enkelkinder, die Geburtstagsfeier unserer ältesten Enkeltochter).

6. 3. 2018 bis 20. 3. 2018 – Jamaika (Segeltechnisch war es nicht möglich, in der uns zur Verfügung stehenden Zeit auch diese Insel zu erreichen. Aus diesem Grund flogen wir von Puerto Rico zu dieser wunderschönen Insel und erkundeten sie mit einem Mietwagen).

Wir waren nie krank oder hatten uns verletzt. Unsere SanVerDa hielt diese lange Fahrt mit oft sehr hohen Wellen und starkem Wind ohne nennenswerte Probleme aus. Zum Glück mussten wir auch niemals Bekanntschaft mit Piraten machen. Es gab keine extremen Wetterbedingungen – das Segeln machte einfach immer Spaß. Überall, wo wir hinkamen, wurden wir freundlichst empfangen.

Unsere unglaublichsten Erfahrungen auf unserer Reise hatten wir aufgrund der beiden außergewöhnlich starken Hurrikans Irma und Maria gemacht, die im September 2017 über die Karibik (kleine Antillen, große Antillen und Bahamas) zogen. Hier erlebten wir viel Leid aber auch sehr viel Zuversicht! Vieles war schrecklich verwüstet und wir lernten die Inseln in so einem Zustand kennen, wie sie vor uns noch wenige gesehen hatten. Wo normalerweise hunderte von Schiffen stehen, standen wir in beinahe allen Häfen und bei allen Ankerplätzen alleine. Oft hörten wir, dass wir die ersten Besucher waren, die diese Menschen nach den Hurrikans durch ihre stark zerstörten Inseln führten. Die Menschen aber freuten sich über unseren Besuch ganz besonders. Sie schöpften dadurch wieder Hoffnung und spürten, dass das Leben wieder weitergeht.

Von dieser positiven Art der Kariben, das Leben so zu nehmen, wie es ist und das Beste daraus zu machen, konnten wir sehr viel lernen!

… und was wir noch gut gelernt haben – das Limen! ☺

2 Antworten auf „Eine abschließende Reflexion unseres Segeltörns von Kroatien nach Florida:“

  1. Ein herzliches DANKESCHÖN für die Berichte mit tollen Bildern und einer sehr flüssigen Schreibweise. Für mich könnte es noch weitergehen – liebe Grüße eines (dieses) BLOG Süchtigen.

    1. Für uns könnte es eigentlich auch noch weiter gehen! Aber auch das Leben geht weiter und so freuen wir uns aber auch schon sehr auf Zuhause! Bis bald!
      Petra und Gerhard

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