Letzte Fahrt in den Bahamas

Vor dem Ablegen mussten noch einige Arbeiten erledigt werden. Rosa hatte sich in den letzten Tagen abgeschaut, dass wir Erwachsenen uns beim Abwasch immer abwechselten. Aus diesem Grund wollte sie heute den Frühstücksabwasch mit ihrer Mama machen.

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Nach dem Ablegen spielte sie Oma. Wieder bewahrheitet sich das Sprichwort: Kindermund tut Wahrheit kund! – und hier ist Rosa-Oma-Petra beim Blog-Schreiben.

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Nun ging es bei Vorwind der letzten Bahamas-Insel entgegen, zum westlichsten Punkt der Grand Bahama Island, West End. Wieder segelten wir sechs Stunden, heute jedoch ohne Sonne. Um 14 Uhr ankerten wir vor der Hafeneinfahrt von West End. Diesen Ort mussten wir wegen des Ausklarierens ansteuern, obwohl er außer einem Resort nichts zu bieten hatte.

West End ist die älteste Siedlung der Insel, liegt aber heute mit seinen vielen verlassenen Häusern im „Dornröschenschlaf“. Auffallend sind die entlang der Küste und Kaimauer liegenden Berge von leeren Conch-Schnecken, da die Bewohner hier immer noch von dieser alten Tradition leben. Das relativ neue und luxuriöse Resort „Old Bahama Bay at Ginn sur Mer & Marina“ belebt als einziges diese Siedlung.

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Bevor wir mit dem Dingi starteten, versperrte ich noch die SanVerDa und ersuchte deshalb Rosa, mir die Kamera zu halten. Das war für sie ein willkommener Anlass, um ihre ersten Fotografierversuche zu absolvieren und die waren gar nicht schlecht! Bitte schön:

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Als wir unser Dingi am Steg von West End festgebunden hatten, machten wir uns auf den Weg zum Zoll und zur Immigration. Wie auch schon beim Einklarieren auf den Bahamas konnten wir wieder alles superschnell und ganz problemlos erledigen.

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Da nun ein paar Regentropfen vom Himmel fielen, kauften wir Rosa in einem Shop noch schnell ein Eis und setzten uns dann nach langer Zeit wieder in ein Kaffeehaus und genossen die „Zivilisation“.

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Während die Erwachsenen Kaffee tranken, spielten Rosa und ich Domino. Mittlerweile ist sie auch bei diesem Spiel schon ein „alter Fuchs“ und schlägt die Oma!

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Danach wollten wir in die angrenzende Stadt marschieren. Wieder gelang es uns nicht, richtige Auskünfte über die Entfernung dieser zu bekommen. Also entschieden wir, es auszuprobieren und ein Weilchen zu marschieren und gegebenenfalls dort in einem Geschäft ein paar Dosen Bier zu kaufen.

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Als wir schon über einen Kilometer gegangen waren, entschieden wir, nach der nächsten Kurve umzudrehen, als plötzlich ein Wagen hielt. Der Lenker fragte uns, ob er uns mitnehmen sollte. Wir bejahten und zwängten uns alle sechs auf die drei freien Plätze und in den Kofferraum und er ließ uns bei einem Liquor-Store aussteigen. Bevor er wieder weiterfuhr, kurbelte er die Seitenscheibe hinunter und bot uns an, uns nach seinem Einkauf wieder zurück zum Hafen zu nehmen. Sehr erfreut und dankbar nahmen wir das Angebot an.

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Als Garreth uns wieder abholte, hatte er eine große Menge von frischen Conch-Muscheln in einer Plastikdose im Kofferraum. Ich fragte ihn deshalb, ob er ein Restaurant besitzt und er bejahte. Da wir noch nicht zu Abend gegessen hatten, fragten wir, ob sein Lokal geöffnet hatte und er brachte uns gleich bis dorthin. Hier konsumierten wir Conchy-Conch-Fritters, Cracked Conch und bahamaischen Conch-Salat in perfekter Qualität.

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Heute schien leider keine Sonne, so dass Rosa nicht zu ihrem geliebten Strand zum Sandspielen und Schwimmen kam. Hier in diesem Lokal am Strand im oben genannten Luxusresort gab es aber für Kinder einen tollen Spielplatz, der Rosa total begeisterte und für den „Strandentzug“ entschädigte.

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Wieder an Bord prüften wir das Wetter und planten die morgige Route bis Florida. Als wir das machten, wurde uns das erste Mal bewusst, dass das morgen unser letzter Tag auf der SanVerDa sein würde. Bis jetzt war immer so viel los, dass wir nicht dazu kamen, daran zu denken. Jetzt macht mich diese Vorstellung schon ein bisschen traurig! Gut, dass die Kinder an Bord sind und uns so von so trüben Gedanken ablenken.

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