Ein Malheur, das uns zu einem tollen Erlebnis verhalf

Als ich gerade das Wasser für den Tee und den Kaffee aufsetzte, passierte es: unsere letzte Gasflasche wurde leer, obwohl uns noch zwei Segeltage bevorstehen. Für uns war das kein Problem, da wir genug für die nächsten Tage vorgekocht hatten. Nur für Luki und Sandra, unsere Kaffeejunkies, war das so tragisch, dass sie danach gleich den Vormittag verschliefen und erst wieder zum „Leben erwachten“, als das Leitungswasser durch den Motor der SanVerDa so aufgeheizt war, dass sie damit Kaffee „kochen“ konnten.

Während die einen mit ihren Koffeindefiziten kämpften, steuerte Gerhard unser nächstes Ziel die Great Sale Cay an und Rosa und ich, wir widmeten uns wieder dem Malen und Vorlesen und dem ordentlichen Eincremen! ☺

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Nach dem Mittagessen war dann noch „Männerpower“ gefragt. Gerhard musste zum 17m hohen Masttop hinaufklettern, um Kontakte zu kontrollieren, da wir bei unserem Funkgerät nur empfangen und nicht senden konnten. Erich und Luki zogen Gerhard – beladen mit verschiedenen Werkzeugen, die er da oben eventuell hätte brauchen können – mit dem Bootsmannsstuhl zur Spitze. Leider musste er die Diagnose stellen „oxidiert durch die Einwirkung von Sonne und Salzwasser“ und konnte nur unverrichteter Dinge wieder auf das Deck der SanVerDa heruntergelassen werden. (Am Abend berechnete Luki dann die Schwankungen: Bei einer niedrigen Welle von einem halben Meter war Gerhard oben in der Spitze drei Meter hin und her geschaukelt! )

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Als sie dann gegen fünf Uhr wieder zu uns stießen, hatten wir viel Arbeit für Kinder: Holz sammeln, eine Feuerstelle mit Steinen auslegen, Steckerln zum Grillen suchen, zuschauen, wie die Erwachsenen ohne Papier Feuer machten.

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Die „Buben“ kümmerten sich um das Lagerfeuer, die „Mädchen“ deckten den Tisch und richteten alles für das Grillen her.

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Das Malheur, ein bisschen zu wenig Gas an Bord zu haben, verhalf uns heute zu einem tollen Abenteuer, das alle in vollen Zügen genossen. Es hatte uns an nichts gefehlt und unsere Kreativität wurde angeregt und das sehr erfolgreich! Den Sonnenuntergang konnten wir schon wieder an Bord genießen.

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Sehr nett fand ich auch Sandras Aussage, die meinte: „Eigentlich denkt man jeden Tag, man sieht eine unbewohnte Insel und wird einen eher ruhigen und unspektakulären Urlaubstag am Meer verbringen und trotzdem wird aus jedem Tag etwas ganz Besonderes.“

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