Ruhigeres Meer und guter Segelwind

Gerhard und ich teilten uns wieder die Nachtwache. Da der Wind recht böig war und häufiges Reffen und dann wieder Ausreffen der Segel verlangte, waren wir sehr gefordert. Die fehlenden Schlafstunden konnten wir am Vormittag und Nachmittag nachholen, wo Gotthard und Sonja Wache hielten.

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Um sieben Uhr servierte ich allen ein Frühstück, auf dem offenen Meer – es war jedoch ohne Frühstücksei, aber mindestens so gemütlich! ☺

Bei Kumuluswolken und Sonnenschein aber relativ kühlem Wind segelten wir weiter. Wir hatten gestern ein Rekordetmal (= zurückgelegte Strecke innerhalb von 24 Stunden) von 166 Seemeilen – nochmals soviel stehen uns heute und in der Nacht bevor.

Gerhard studierte die Seekarten von der Strecke, die wir in den nächsten 24 Stunden zurücklegen wollten, um keine Untiefen, Sandbänke bzw. Korallenköpfe, die bis an die Wasseroberfläche reichen, zu übersehen.
Dieses wird wahrscheinlich unsere letzte Nachtfahrt sein, da es ab nun dann sehr wichtig ist, nicht nur mit den Seekarten sondern zusätzlich mit der „Augapfelsteuerung“ unterwegs zu sein. Viele Untiefen sind nur bei Sonnenschein und klarem Meerwasser erkennbar.

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Einige kleine Arbeiten wie Wasser nachfüllen wurden erledigt, sonst ging es mit Lesen und Limen und der Vorfreude auf die Turks & Caicos sehr beschaulich zu.

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Obwohl das Thermometer 25°C anzeigte, war die gefühlte Temperatur heute den ganzen Tag über wegen des kühlen Windes viel niedriger. Im Schatten mussten wir sogar unsere Pullis und Westen holen.

Die viele Bewegung durch die hohen Wellen ermüdete uns sehr und nach Absprache hielten die einen Wacht, während die anderen schon zeitig zu Bett gingen.

Vorletzte lange Überfahrt (300 Seemeilen) zu den Turks & Caicos

Der Sonnenaufgang auf dem Strand von Boquerón war sehr beeindruckend und wir fühlten uns in diesem Ort sehr wohl.

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Nachdem wir die letzten beiden Tage schon das Wetter und die Vorhersagen für diesen Segeltörn beobachtet hatten, entschlossen wir uns, nach dem Frühstück um 9 Uhr aufzubrechen.

Wie schon öfters hatte Sonja heute wieder mit ihrem Schlafsack im Netz im Freien geschlafen und wurde erst durch das Klicken von Gotthards Fotoapparat geweckt! ☺

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Da das Meer heute sehr trüb war, wollten wir auch nicht mehr schnorcheln gehen und segelten gleich los.

Sonja bereitete noch ein Rote-Rüben-Risotto für das Mittagessen vor, während wir Segelkarten und –handbücher für die Route studierten und danach alle Vorbereitungen für das Ablegen trafen.

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Eine Zeit lang segelten wir recht ruhig dahin, dann wurden die Wellen immer stärker und über 5m hoch. Ein Fischer, den wir weit draußen auf dem Meer trafen, wollte uns einen Fisch verkaufen. Wir hätten diesen auch gerne gekauft, aber die Wellen waren uns dann für diesen Deal doch zu hoch.

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Bei Windstärken von 20 bis 25 Knoten legten wir einen recht wilden Ritt auf dem Meer hin. Eine Kreuzsee ließ auch immer wieder Wellen in das Boot einsteigen. Gerhard und ich kennen auch so ein Segeln, unsere Gäste hatten dieses Erlebnis das erste Mal.

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Sonja meinte dazu:
„Das Bewegen an Bord bei so hohen Wellen gleicht einem Workout am Balance-Pad im Fitnessstudio – höchster Level!
Das verlockende Angebot von Gerhard ihn nochmals auf einer längeren Tour zu begleiten, mir jeden Tag einen Vier-Uhr-Kaffee mit Kuchen zu kredenzen und tägliche eine andere Badehose zu tragen (sein Sortiment ist unendlich, trotzdem hält er seiner Lieblingsbadehose die Treue) überzeugte mich dennoch nicht. Dankend lehnte ich das Angebot ab – eine Erdenkönigin braucht Boden unter ihren Füßen.“

Da wir recht zügig vorankamen und uns ein kurzer Zwischenstopp in der Dominikanischen Republik weder zu unserer Erholung noch zum Sightseeing dienen konnte, beschlossen wir, gleich ohne einer Anlandung zu den Turks zu segeln.

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Das war auch der Grund, warum wir kein Internet hatten und wieder keinen Blog ins Netz stellen konnten.

Ein Tag, wie im Bilderbuch

Schon vor dem Frühstück rührte ich den Teig für das Roggenbrot an, damit der Brotteig Zeit zum „Gehen“ hatte. Danach nahmen wir uns ausreichend Zeit für ein ausgiebiges Frühstück und genossen dabei den Sonnenschein.

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Am frühen Vormittag machten wir uns auf den Weg von La Parguera nach Boquerón, das schon im Westen der Insel lag. Dieses Teilstück von Puerto Rico ist eine wahre Bilderbuchlandschaft, das Karibikfeeling bei uns allen auslöste!

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Umgeben von zahlreichen kleinen Inseln und Riffen, bewachsen mit Mangroven bzw. mit einzelnen Palmen, beschlossen wir, uns ein idyllisches Inselchen zum Schnorcheln auszusuchen. Das Wasser war so klar, dass wir – selbst wenn wir zehn Meter Wassertiefe unter den Kufen hatten – die Korallen sogar vom Boot aus bewundern konnten. So etwas hatten Gerhard und ich bis jetzt noch nie erlebt.
Beim Schnorcheln wurden unsere Erwartungen noch übertroffen. Wir fotografierten mit unserer Unterwasserkamera Kalamare, Anemonen und verschieden Korallen und Wasserpflanzen.

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Wieder zurück an Bord segelten wir vorsichtig zwischen den Riffen durch in Richtung Westen. Ich nützte die Zeit, um einen kurzen Waschtag einzlegen, damit es in den nächsten Tagen zu keinem Engpass kommen konnte. Als ich mit der Wäsche fertig war, machten wir einen kurzen Badestopp.

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Nun hatten wir nur noch zwei Seemeilen nach Boquerón, einer kleinen Stadt mit wunderschönem Palmenwald an einem langen Sandstrand.

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Wir gingen in der Bucht der Stadt vor Anker, zogen unsere Sommerkleider an und banden unser Dingi am Anlegesteg fest. Als Erstes machten wir uns gleich auf die Suche nach einem Internet, um die noch fehlenden Blog-Beiträge online zu stellen. Wir fanden ein nettes Lokal „The green Parrot“, wo wir alles fanden: WLAN, tolle Cocktails, gutes Essen und sehr zuvorkommendes Personal, das uns vom Weg zum Supermarkt bis zum Bankomaten alles zeigte.

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Da wir die nächsten Tage und Nächte auf See verbringen werden, suchten wir nochmals einen Supermarkt, um ausreichend Brot, Wurst und Käse einzukaufen. Wir kamen auch wieder bei einigen Bankomaten vorbei. Wie schon so oft hier in Puerto Rico gelang es uns nicht, mit einer unserer Karten Geld abzuheben. Wir können das eigentlich gar nicht verstehen. So war es uns bis jetzt auf keiner Insel ergangen. Da das Bezahlen mit Kreditkarte jedoch üblich ist, kamen wir auch ohne Bargeld durch, es würde uns aber beruhigen, ein paar Dollar im Börserl zu haben.

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Nachdem Gotthard noch ein Sonnenschutz-Shirt gekauft hatte, damit er die karibische Sonne besser vertragen konnte, gingen wir nochmals ins Lokal „The green Parrot“, um bei den freundlichen Leuten hier unser Abendessen zu genießen. Danach marschierten wir zurück zum Dingi, das neben einem Lokal festgebunden war. Unsere Männer entschlossen sich dazu, hier noch einen „Sundowner“ einzunehmen, ☺ weil sie sich in der Stadt sehr wohlfühlten. Hier trafen wir ein amerikanisches Ehepaar mit deutschen Wurzeln, mit denen wir ein bisschen plauderten. Sie erzählten uns, dass normalerweise in Puerto Rico sehr viele Touristen wären, dass aber seit dem Hurrikan Maria überhaupt keine Gäste mehr da wären. Wir denken, dass die Situation im nächsten Jahr schon wieder anders ausschauen wird, denn Puerto Rico hatte unserer Meinung nach Glück, da es nicht so arg vom Wirbelsturm zerstört wurde (manche Gebiete wurden sogar verschont!) und weil viele Palmenwälder diese Katastrophe relativ unbeschadet überstanden hatten.

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Nun tuckerten wir bereits im Dunkeln zurück zur SanVerDa. Beim Reflektieren des Tages mussten wir feststellen, dass wir heute von sehr vielen, verschiedenartigsten und wunderbaren Eindrücken richtiggehend überhäuft wurden. Vieles lässt sich einfach nur in unseren Köpfen festhalten, aber diese Eindrücke waren so überwältigend, dass wir sie hoffentlich nie mehr vergessen werden. Auf jeden Fall sind wir darüber sehr dankbar!

Flipper, Krake, „flippers“ und Dinoflagellate

Sonja hat heute in der Nacht in ihrem Schlafsack im Netz auf dem Vordeck der SanVerDa geschlafen. Nun wissen wir von ihren Berichten, dass der Sonnenaufgang heute exakt von 5.53 Uhr bis 6:25 Uhr gedauert hatte. Sie fotografierte diesen auch für uns.

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Vormittags waren neben Pediküre, „Augenlider von innen anschauen“ und lesen auch in die Weite des Meeres blicken und die Seele baumeln lassen am Programm. Plötzlich entdeckten wir am Horizont Delfine. Es dauerte nicht lange und ein riesiger Flipper kam zu unserem Katamaran und spielte mit den Kufen. Er fühlte sich richtig wohl, drehte sich vom Bauch auf den Rücken, gab Laute von sich und schaute uns durch das glasklare Wasser an. Es war sehr außergewöhnlich, dass nur ein einziges Tier mit unserem Boot spielte! Wir beobachteten erfreut das Prachtstück und seine eleganten Bewegungen. Nach zehn Minuten verabschiedete sich unser „Flipper“ wieder von uns.

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Nun näherten wir uns einer Mini-Insel, die uns sehr geeignet zum Schnorcheln erschien.

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Wir suchten uns eine gute Stelle zum Ankern und holten unsere Tauchutensilien. Eigenartigerweise hatten sich meine Flossen in Luft aufgelöst und der Verschluss der Taucherbrille zerbrach. Zum Glück haben unsere Freunde ihre Taucherflossen und –brillen an Bord gelassen, sodass ich mir alles von ihnen ausborgen konnte! (Danke, liebe Andrea! ☺)

Sowohl über dem Meeresspiegel, als auch darunter war die Landschaft hier traumhaft schön. In der Unterwasserwelt bewunderten wir Korallen, Fische, ein Schiffswrack und einen Kraken.

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Nach dem Mittagessen fuhren wir die letzte Etappe zu unserem heutigen Ziel, der Stadt Parguera. Das typische für diese Gegend sind die kleinen Inselchen und Buchten mit den Mangrovenwäldern und überall davor kleine Boote.

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In Parguera machten wir uns erst einmal auf die Suche nach einem Wifi. Es gab in der Stadt leider nirgendwo eines. In einer Bäckerei hatten wir dann Glück. Dort war ein „Manager of Disaster“ anwesend, der der Verkäuferin ins Spanische übersetzte, dass wir Brot kaufen wollten. Danach stellte er mir für kurze Zeit sein Internet zur Verfügung. Es gelang mir einen Blog-Beitrag online zu stellen, die anderen beiden werden hoffentlich sehr bald folgen!

Nun fragten wir uns noch zu einem Tauchgeschäft durch, wo ich neue „flippers“ kaufen wollte. Leider waren mir alle Taucherflossen zu breit, so erstand ich fürs Erste einmal eine neue Taucherbrille.

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Wieder verjagten uns dunkle Regenwolken aus der Stadt und wir beeilten uns auf das Boot, wo wir unsere Thunfischlasagne zubereiteten.

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Nach dem Abendessen hatten wir heute noch geplant nach Sonnenuntergang mit unserem Dingi in die Bucht „La Bahia Fosforescente“ zu fahren, in eine Bucht mit phosphoreszierendem Wasser.

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Verantwortlich für den Glimmereffekt sind die winzigen Meerestierchen Dinoflagellate, die unter der sanften Bewegung des Wassers chemisches Licht erzeugen. Jede Welle erscheint dabei von tausend kleinen Lichtern beleuchtet. (Wir haben dieses Ereignis schon einmal auf den Kap Verden erlebt und beschrieben!) Heute hatten wir leider weniger Glück, da sich die Wolken plötzlich wie in Luft aufgelöst hatten und der Halbmond die Bucht so ausleuchtete, dass man von dem Glimmereffekt kaum mehr etwas sah. Trotzdem verbrachten wir eine gemütlich Zeit in der Bucht und lauschten den Geräuschen in den Mangrovenwäldern rund um uns. Das Meerwasser in dieser Bucht hatte bestimmt mindestens 32°C.

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Nachdem der Mond so hell schien, entschlossen wir uns nach einer Zeit wieder zurück zur SanVerDa zu fahren, um noch den Tag mit Blick in den Sternenhimmel und bei guter Musik ausklingen zu lassen.

Mit der „Coffin Island“ (= Sarginsel) – ein paradiesisches Plätzchen in der Karibik gefunden!

Schon vor dem Frühstück starteten wir in Richtung Isla Caja de Muertos = Coffin Island und erst nachdem wir das Riff passiert hatten, das unserem Ankerplatz vorgelagert war, frühstückten wir sicher und gemütlich auf der SanVerDa.

Wie in den letzten Tagen machten wir wieder eine Wettfahrt mit den dunklen Regenwolken, die sich landeinwärts gebildet hatten und wir gewannen das Rennen! Nach fünf Minuten Fahrt hatten wir bereits Sonnenschein und dieser begleitete uns bis wir unser Ziel erreicht hatten. Die dunklen Regenwolken hatten wir aber immer im Rücken!

Der Erfolg beim Fischen gestern und das Pech, eine Fischart gefangen zu haben, die mit Ciguatera verseucht sein konnte, spornte Gerhard und Gotthard so an, dass sie es heute erneut versuchten. Dieses Mal hatten sie Anglerglück! Sie fingen zwar zuerst einen 85cm langen Barrakuda, den sie wieder dem Meer zurückgeben mussten, danach aber hingen zwei Makrelen (45cm und 65cm) an der Angel, die wir für unser Abendessen behalten konnten. Die Freude und der Stolz bei unseren Männern waren riesengroß!

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Bei der Makrele zeigte uns Gerhard das Gebiss des Fisches, beim Barrakuda zuvor wagte er es nicht, diesem in den Mund zu greifen, weil dieser Raubfisch sehr aggressiv ist und mit seinen Zähnen Gerhards Finger perforieren hätte können. ☺

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Kurz vor vier Uhr ankerten wir vor der Coffin Island. Da heute Sonntag war, genossen wir zuerst einmal unseren Vier-Uhr-Kaffee mit einer kleinen Süßigkeit! ☺

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Danach fuhren wir mit dem Dingi an Land, um die Insel zu entdecken. Zuvor mussten aber die Schlösser, die unseren Dingimotor vor einem ungewollten „Entwenden“ bewahren sollten, entrostet werden. (Durch die hohe Luftfeuchtigkeit und die vielen Seewasserduschen rosten selbst seewasserfeste Edelstahlschlösser!)

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Teilweise war die Insel wegen der Hurrikanschäden gesperrt, teilweise konnten wir sie erkunden. Zahlreiche abgebrochen Korallen unterschiedlichster Art lagen auf dem Strand, was wahrscheinlich ebenfalls vom Wirbelsturm herrührte. Die Unterwasserwelt hier musste ein Traum gewesen sein! Leider konnten wir zu so später Stunde ohne Sonnenschein nicht mehr schnorcheln gehen, da wir so unter Wasser zu wenig sehen konnten.

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Zwei Sandkünstler hatten eine Frauenskulptur gebaut, die Gerhard gleich dazu anregten, beim nächsten Sandstrand ebenfalls eine Sandfigur zur gestalten, so wie er es früher oft im Urlaub für unsere Kinder gemacht hatte. Statt Frauenskulpturen waren es damals Fred-Feuerstein-Autos oder ähnliche Dinge.

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Nachdem wir noch ein bisschen am Strand entlang spaziert waren, fuhren wir mit dem Dingi wieder zurück zur SanVerDa. Während Sonja, Gotthard und ich im Meer schwammen und das warme Wasser genossen, entschloss sich Gerhard die Bootunterseite und das Impellerrad vom Bewuchs zu befreien, der sich beim Stehen in der Marina gebildet hatte. (Das Impellerrad ist der Geber für den Geschwindigkeitsmesser. Da dieser voll Bewuchs war, hatten wir gestern und heute keine Geschwindigkeitsmessung am Boot. Ab morgen wird diese wieder funktionieren! ☺)

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Nun ging es noch ans Abendessenkochen. Der Fischkoch (Gerhard) ließ es sich nicht nehmen und erschien wie ein Chefkoch in Badehose mit schwarz-weißem Streif!
Serviert wurde Makrele mit Blattspinat und Salzkartoffeln. Nachdem wir alles gemeinsam vorbereitet hatten, kochte Sonja den Spinat, ich bereitete die Salzkartoffeln zu und Gerhard garte den Fisch. In der Zwischenzeit begann ich den Blog zu schreiben und Gotthard dokumentierte alles mit der Kamera und war zuvor in mentaler Vorbereitung darauf! ☺ So waren alle beschäftigt und trugen ihren Teil zum Abendessen bei! ☺

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Nach dem Abwasch ließen wir dann den Abend ruhig bei Musik von Enya und Vangelis und einem Sundowner (einem Glas Rumpunsch) ausklingen und freuten uns wieder über einen sehr netten Urlaubstag!

Nach vierzehn Tagen endlich wieder eine handbreit Wasser unter dem Kiel!

Heute zelebrierten wir unser Frühstück mit kernweichen Eiern und ausgiebig Zeit. Weil wir planten, die Marina zu verlassen, wollte Gerhard in der Früh noch mit dem Techniker zusammentreffen, der das Service an Board gemacht hatte, um ihm noch ein paar technische Fragen zu stellen und um ihn zu bezahlen. Der Service-Mann meinte, er würde in einer Stunde bei uns auf dem Boot sein, wir rechneten mit zwei Stunden, gekommen ist er schließlich – nachdem ihn Gerhard persönlich geholt hatte – nach drei Stunden. ☺

Während wir geduldig warteten (das haben wir auf jeden Fall in den letzten vier Monaten in der Karibik gelernt), erledigten wir einige Arbeiten auf der SanVerDa wie Wasser nachfüllen oder tanken. Bei zwei Wassertanks mit je 400l Fassungsvermögen dauerte das relativ lange.

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Danach füllten wir unsere Treibstofftanks noch mit Diesel, um uns bei jedem Wind und Wetter fortbewegen zu können. Da kein Tankwart zu sehen war, musste ich vom Boot aus an Land springen, um die SanVerDa am Tanksteg festmachen zu können.

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Da es schon Mittag war, holten wir uns noch vor dem Auslaufen ein Mittagessen von einer Straßenküche. Auf dem Schiff wurde nun alles so verstaut, dass beim Segeln nichts zu Boden fallen konnte.

Dann war es endlich soweit. Seit beinahe drei Wochen legten wir nun zum ersten Mal wieder ab. Gerhard und ich, aber auch unsere Gäste, freuten sich schon sehr auf das Segeln! Bei leichtem Regen verließen wir die Marina Puerto del Rey und fuhren den dicken Regenwolken davon. Fünf Minuten später hatten wir schon strahlenden Sonnenschein, den wir auf dem Vordeck der SanVerDa bei guter Musik genossen.

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Natürlich konnte unsere Music-Box, die von unserem Punchy bewacht wurde, nicht mit einer karibischen „Mega-Soundmaschine auf vier Rädern“ mithalten – wir waren aber mit dem, was unsere Music-Box ausspuckte, sehr zufrieden. (Hier in der Karibik sind bei den Youngsters gepimpte Autos ein Statussymbol und sehr häufig auf den Straßen zu bestaunen!)

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Nachdem Gerhard in der Marina gefragt hatte, wie es mit dem Fischen hier in Puerto Rico aussehen würde, meinten einige Einheimische, dass das hier kein Problem wäre, nur Barrakudas würden sie hier nicht essen. Also waren die Männer sofort begeistert und holten die Angel wieder hervor und warfen diese aus. Und wirklich: Es dauerte nicht lange und es hing ein 65cm langer Fisch an der Angel. Gotthard kämpfte mit dem Fisch beim Einholen und Gerhard holte ihn mit dem Gaff auf das Boot. Wir waren erstaunt, denn diesen Fisch hatten wir noch nie gesehen. Mit seinen großen Augen machte er uns beinahe Angst! Ich holte ein Buch mit Fischen der Karibik, um herauszufinden, um welchen Fisch es sich hier handeln würde. Wir denken, es war ein Raubfisch namens „Black Jack“. Er stand aber auf der Liste der Fische, die Ciguatera haben könnten. Aus diesem Grund gaben Gerhard und Gotthard, nach Rücksprache mit örtlichen Fischern, ihren Fang dem Meer wieder zurück und beschlossen doch nicht mehr zu angeln. Naja, der Jagdtrieb kommt bei Männern seit Urzeiten doch immer wieder durch! ☺

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Trotzdem aber waren sie der Meinung, sie hätten sie sich abschließend einen Petri-Heil-Schluck verdient.

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Am frühen Abend legten wir vor der wunderschönen Kulisse der Stadt Palmas del Mar an. Hier sah man, dass der Hurrikan auf der Landzunge ins Meer die Palmen umgebrochen hatte, am Strand überlebten aber die meisten. Überhaupt fiel uns in den letzten Tagen auf, dass es auf Puerto Rico jetzt noch immer sehr, sehr viele Palmen gab – so viele, wie wir auf keiner Insel vorher gewachsen waren.

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Gut gelaunt genossen wir den Sonnenuntergang vor dieser netten Stadt, wo es – wie überall in der Karibik – noch keinen „Hoteltourismus“ gab. Erst 2019 wird wieder alles so sein, dass die Leute Hotels in der Karibik buchen können. Selbst den Yachttourismus gibt es noch nicht wirklich, aber die Leute wären schon bereit dafür und freuten sich immer über unseren Besuch mit dem Segelboot, da es für sie den Neubeginn nach „Irma und Maria“ zeigte. Immer wieder baten sie uns, allen zu erzählen, dass man mit dem Boot schon wieder die Karibik bereisen kann. … und mit diesem Blog-Beitrag erfüllen wir gerne ihren Wunsch!

San Juan, eine der meistbesuchten Hauptstädte der Karibik

Nach einer einstündigen Autofahrt erreichten wir die UNESCO-geschützte Altstadt von San Juan. Viejo Sao Juan erstreckt sich auf einer schmalen Landzunge zwischen dem Atlantik und einer weiten Hafenbucht.

Damals nannten die Spanier die Stadt Puerto Rico (= reicher Hafen). Später tauschten Hauptstadt und Insel den Namen. San Juan wurde mit einer Stadtmauer umgeben und mit drei Forts befestigt. Rund um die Altstadt findet man heute noch eine komplett erhaltene Befestigungsmauer (La Murella) aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

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Das Fort „Castillo de San Felipe del Morro“ liegt an der Spitze der vorgelagerten Insel. Die Spanier bauten 250 Jahre an diesem größten Fort der Karibik. Es ist sechsstöckig und hat Tunnel, die die Bastionen verbinden.

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Im ehemaligen Gefängnis (Paseo de la Princesa) ist jetzt das Tourismusbüro untergebracht, wo wir uns einen Stadtplan für unsere Stadtbesichtigung holten.

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La Fortaleza ist der jetzige Gouverneurspalast, der auch noch vom Gouverneur bewohnt wird und deshalb nicht besichtigt werden kann.

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Die Altstadt von San Juan ist als Gesamtensemble unter Denkmalschutz. Die Stadt mit ihren Häusern hat spanischen Charakter und jedes einzelne Haus wäre es wert, fotografiert zu werden.

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Viele einheimische Künstler haben ihre Spuren hier hinterlassen. So beeindruckten uns die zahlreichen Statuen. Einige davon waren sehr kreativ!

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Die Kathedrale „San Juan Bautista“ wurde nach dem Stadtheiligen Johannes den Täufer benannt, und ist die zweitälteste Kirche der westlichen Hemisphäre.

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Auf dem Plaza de Armas mitten im Zentrum der Altstadt aßen wir an einem Kiosk selbstgekochtes Essen, das ausgezeichnet schmeckte und das wir in einer netten Atmosphäre einnehmen konnten. Hinter uns befanden sich das Rathaus und viele koloniale Prachtbauten.

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Da es hier kein Bier gab (sondern nur Antialkoholisches) hielten wir beim weiteren Stadtrundgang noch Ausschau nach einem Lokal, wo die Männer ein Glas Bier bekommen konnten und fanden dieses in einer netten Bar.

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Weil wir Liebhaber „geistiger Nahrung“ sind – wie ihr sicherlich schon bemerkt habt – zog es uns auch noch zu einer anderen „geistiger Nahrung“, zur Bacardi Rum Destillerie auf der benachbarten Palmeninsel.

Noch bevor wir die Bacardi-Tour starteten, fiel uns der Bacardi-Song ein:

Im Besucherzentrum bekamen wir zur Eintrittskarte noch einen Cocktail. Sonja und ich tranken einen „Tropical Sunrise“ (Rum mit Eis, Orangensaft, Grenadine und Maraschino-Kirsche), Gotthard und Gerhard einen Daiquiri (weißer Rum, Limetten, Zucker und Eis). Was wir noch lernten, dass der Cuba Libre (brauner Rum, Coca-Cola, Limette und Eis) das älteste Mixgetränk mit Rum ist. Was auch folgendes alte Lied beschreibt: Rum and Coco Cola von den Andrews Sisters.

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Nun stand uns noch eine lange Heimfahrt bevor. Kurz vor der Marina hielten wir beim Luquillo-Strand an, wo wir bei einem Strandlokal, das noch offen hatte, zu Abend aßen. Wir entdeckten ein sehr typisches karibisches Gericht, das wir bis jetzt noch nicht kannten: Mofongo!

Bei diesem Gericht ist die Hauptzutat grüne, harte, unreife Kochbananen. Wenn die Kochbananen gelb und weich werden oder geworden sind, können sie für dieses Rezept nicht verwendet werden. Es ist sehr beliebt in Puerto Rico und der Dominikanischen Es kann alleine, mit anderen Hauptgerichten oder mit verschiedenen Füllungen (Huhn, Meeresfrüchte, Gemüse) serviert werden, die aus ihm ein eigenes Hauptgericht machen können. Weil uns dieses Gericht so gut schmeckte, fragten wir den Koch nach dem Rezept, das er uns sehr gerne verriet.

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Regenwald in Puerto Rico nach dem Hurrikan

In der Früh um 9 Uhr bekamen wir unseren Mietwagen, den wir hier in der Marina ausgeliehen hatten, und dieses Mal funktionierte alles reibungslos!

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Wir starteten in den Caribbean National Forest El Yunque und waren schon sehr gespannt, was uns hier in Puerto Rico erwarten würde. Die Marina und die umliegenden Städte schauten schon wieder recht passabel aus. Man merkte zwar, dass der Hurrikan auch hier die Insel verwüstet hatte, aber die Schäden waren schon größtenteils behoben bzw. das Land mit Unterstützung von Amerika zusammengeräumt.

Der Regenwald dürfte ähnlich zerstört gewesen sein wie in Dominica, was aber anders war, dass schon wieder zwei Monate vergangen waren und die Pflanzen im Urwald mehr nachgewachsen waren und das Laub auf den Bäumen dichter ausschaute.

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Der größte Teil des Regenwaldes war aber noch gesperrt, es wurde sehr fleißig gearbeitet, die Wege hergerichtet, Bäume gefällt. Zwei Wege waren für die Besucher schon wieder geöffnet: die Wasserfälle

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und ein kurzer Wandertrail „Veredas“ zu einem Fluss im Regenwald, in dem man auch schwimmen konnte.

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Ein dickes Tau ermöglichte das Schwingen von einem Felsen in einen Naturpool im Fluss und das bereitete Gerhard viel Spaß.

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Um 13 Uhr waren wir dann in Luquillo, wo wir wegen eines Mittagessens schauten und wir fanden es dieses Mal im „Degree 18“ in einem „Smoothie und Veggie-Food-Lokal“ (zur Freude von Gotthard und Gerhard ☺). Wir bestellten einen Veggie-Burger und Linsen-Wraps und verblüffenderweise schmeckte es sogar unseren Männern!

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Danach zogen schon wieder dicke, schwarze Wolken auf. Trotzdem fuhren wir weiter in Richtung Fajardo zum Seven Seas Beach.

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Nachdem wir uns im Meer (bei 28,135°C laut Fingertemperaturprobe von Sonja und Gerhard) „abgekühlt“ hatten, fanden wir noch grüne Kokosnüsse, die wir mit zum Boot nahmen.

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Wir waren nicht lange hier, da begann es schon wieder einmal zu regnen. Ein Weilchen warteten wir ab, um der Sonne noch eine Chance zu geben, aber sie ließ sich nicht mehr blicken.

So packten wir unsere Schwimmsachen zusammen und machten uns auf den Weg zu unserem ersten gemeinsamen Großeinkauf für die nächsten Tage an Bord der SanVerDa.

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Gotthard entdeckte im Supermarkt ein „Shiner-Bier“, das Gerhard natürlich unbedingt zum Verkosten kaufen musste.

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Unser Einkauf war so groß, dass uns in der Marina ein Golf-Car mit Anhänger zu unserem Boot bringen musste. Liebenswerterweise half uns der Chauffeur gleich beim Ein- und beim Ausladen.

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An Bord versorgten wir erst einmal unseren Einkauf und danach wurde sofort die Kokosnuss geöffnet und von den Männern, mit Rum verkostet (sie meinten „aufgewertet!“.

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Wir erinnerten uns wieder daran, dass wir in der Soggy-Bar den „Painkiller“ kennengelernt hatten und mischten Kokosnusswasser, Fruchtsaft und Rum zu einem leckeren Cocktail zusammen.

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Am Abend gab es dann wieder den „berühmten“ und schon allerseits bekannten SanVerDa-Rum-Punsch.

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Angekommen in Puerto Rico

Nachdem wir gestern zeitgleich wie unsere Freunde am Flughafen in San Juan gelandet waren – mit allen Gepäcksstücken ! ☺ – warteten wir auf einen Shuttlebus, der uns zur Autovermietung bringen sollte, bei der Gotthard von Österreich aus einen Leihwagen gemietet hatte. Wir vergewisserten uns einige Male, ob wir an der richtigen Stelle warteten, da kein Shuttlebus der Autovermietung vorbeikam und auch im Büro niemand abhob, erkundigten wir uns bei einem anderen Shuttlebus-Chauffeur und dieser meinte, da hätten wir heute keine Chance mehr, denn die Firma war seit 20 Uhr geschlossen (das war aber die reguläre Ankunftszeit und für diese Zeit war unser Wagen reserviert!).

Da wir noch einen weiten Weg vor uns hatten, entschlossen wir uns spontan ein Taxi zu nehmen. Wir erkundigten uns vorher, ob uns die Taxifahrerin auch bei einem Bankomat vorbeibringen könnte und stiegen ein. Sie fuhr mit uns eine Dreiviertelstunde und danach steuerte sie jede Tankstelle mit einem Bankomaten an, damit wir US-Dollar abheben konnten … nur keiner von ihnen spuckte Geld aus. Das ging so eine halbe Stunde lang und wir überlegten schon, wie wir der Dame klarmachen konnten, dass sie mit Euros zufrieden sein müsste. Doch bei der letzten Tankstelle vor der Marina hatten wir doch noch Glück und es gelang uns mit einer Karte zumindest 100 US-Dollar abzuheben, was genau ausreichte, um unsere Fahrt zu bezahlen.

Wir waren sehr froh, nun endlich in der Marina angekommen und bei unserem Boot zu sein. Wir stellten unser Gepäck ab und tranken zur Begrüßung unserer Gäste einen SanVerDa-Rumpunsch bevor wir sehr müde zu Bett gingen.

In der Früh tauten wir Gebäck auf, da wir im Laden kein Brot kaufen konnten, und frühstückten das, was unser Kühlschrank nach zwei Wochen Abwesenheit noch bieten konnte – aber mit frischem Tee und Kaffee reichte es allemal.

Nun marschierten wir zum Marina-Büro, wo Sonja und Gotthard mit ihren Kindern mailten. Gerhard und ich gingen inzwischen ins „Trouble-Shooting-Büro“, wo wir eine Rechnung bezahlten, weil in unserer Abwesenheit ein Motorservice mit Ölwechsel durchgeführt wurde.

Dann gingen wir wieder auf unser Boot und planten die gemeinsamen Tage.

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Wir fanden eine tolle Route bei der Sonja und Gotthard noch einen kleinen Flug vor dem Heimflug benötigte. Diesen und einen Leihwagen für die nächsten beiden Tage reservierten wir bevor wir in ein nettes Restaurant in der Marina zum Mittagessen marschierten.

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Ich wusch noch schnell die Schmutzwäsche, die wir von Jamaika nach Hause gebracht hatten, da ich den Luxus von Waschmaschine und Wäschetrockner nutzen konnte. Danach räumten wir ein bisschen unser Boot auf während unsere Gäste mit einem kleinen Mittagsschläfchen ihren Jet-Lag bekämpften.

Am Abend saßen wir gemütlich zusammen.

… was uns noch aufgefallen ist!

Schon in der Früh ging es ab zum Flughafen, um nach Puerto Rico zu unserer SanVerDa zurückzufliegen. Wir freuen uns schon auf unsere letzten zwei Monate unterwegs mit unserem Segelboot, sind aber auch traurig, dass die wunderschönen Tage in Jamaika schon zu Ende sind.

Dieser „Urlaub im Urlaub“ war eine wunderbare Erfahrung. Mit unserem Mietwagen haben wir 1 500km auf dieser Insel zurückgelegt. Wir sind froh, dass wir hier so Schönes sehen und erleben durften und hoffen, wir werden Jamaika wieder einmal sehen!

„Ya Man!“, „Respect!“ und „No problem!“ – diese Worte hörten wir in Jamaika andauernd. Ya Man ist eine respektvolle Zustimmung die sehr häufig verwendet wurde. Alle drei „Sager“ sind nicht nur leere Worte, sondern repräsentieren das Land und die Leute.
Amtssprache in Jamaika ist Englisch, gesprochen wird sehr oft Patois (oder jamaikanisches Kreol), eine Mischung aus europäischen Sprachen und afrikanischen Dialekten. Jedenfalls war es uns nicht immer möglich, mit allen Leuten zu kommunizieren, da Patios die inoffizielle Sprache der Jamaikaner ist, die durch
Vereinfachung und Sprechrhythmus geprägt ist und besonders in den ländlichen und weniger touristischen Dörfern die einzige gesprochene Sprache ist.

Aus „Rhythm” wird„“riddim”,

aus „I am hungry” wird „me hungry”

und das th wird mit d ersetzt. Also sind die anderen nicht „them”, sondern einfach „dem”.

„Wha gwaan?“ – „Was geht ab?“

„Eh man, wha happen?“ – „Hallo, wie gehts?“

„Everyt’ing irie?“ – „Alles in Ordnung?“

„Eeh.“- „Ja.“

„Eh-eh.“ – „Nein.“

„Seen!/?“ – „Verstanden!/?“

Aber es gibt auch Geräusche und ungewohnte Zischlaute wie „ttsssskkk”, mit denen Jamaikaner sich ausdrücken.

In Jamaika begrüßt man sich mit einem Nicken oder man gibt sich die
Hand. Dazu gibt es aber verschiedene kreative Begrüßungs-Handshakes.
Der Standard ist die bei den Rastas beliebte Löwen-Pfote. Dann gibt es
den Daumen-Rubbler, den Finger-Snap, eine wertschätzende Verbeugungen und weitere.

Und noch etwas haben wir hier das erste Mal erlebt und auch heute in der Nacht in unserem Hotelzimmer: laute, riesige LKW. Die Marke Mack ist in den USA vor allem für schwere Lastkraftwagen für Fernverkehr und Bauwirtschaft bekannt. Sie hat den Ruf, robuste Fahrzeuge herzustellen. Die Motoren haben bis zu 13l Hubraum und bis zu 500 PS. Hier in Jamaika fuhren viele solcher Fahrzeuge, die Gerhard sehr gut gefielen, weshalb er immer wieder welche fotografiert hatte. Wenn sich uns so ein Mack näherte, konnten wir das schon lange Zeit vorher wahrnehmen, da der ohrenbetäubende Lärm der Motorstaubremsen allen Verkehrsteilnehmern klar machten, dass ein Mack-Truck nun kam und Platz brauchte. Hier eine kleine Demonstration:

Besonders der Lärm der älteren Fahrzeuge ist wirklich unvorstellbar, aber sie sind trotzdem wunderschön anzusehen.

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Am Abend trafen wir noch am Flughafen in San Juan mit unseren Freunden Sonja und Gotthard zusammen. Während wir direkt aus Jamaika kamen, reisten unsere nächsten Gästen an Bord direkt von der Heimat an. Gemeinsam fuhren wir mit einem Leihauto von San Juan nach Fajardo, wo unsere SanVerDa auf uns wartete.