Virgin Gorda auf den Britisch Virgin Islands (BVI) erreicht und ein Glückstag

Nach einer sehr unruhigen Nachtfahrt mit hohen, brechenden Wellen und Wind um die 30 Knoten erreichten wir um 8:30 Uhr bei Regen und mit einem „Toten“ (=fliegenden Fisch) an Bord Spanish Town. Bis wir unseren Ankerplatz für die nächsten beiden Tage erreichen konnten, mussten wir zig kleinste Inselchen umfahren.

Virgin Gorda erhielt von Kolumbus deshalb diesen Namen, weil ihn die Silhouette der Insel an eine auf dem Rücken liegende, dicke Frau erinnerte. Die Küsten der Insel sind stark zergliedert und von Korallenriffen umgeben.

Wir liegen nun in der fast gänzlich zerstörten Marina Virgin Gorda Yacht Harbour, die vor der Wirbelsturmkatastrophe eine Top-Marina war und sich jetzt gerade wieder im Aufbau befindet. Um diesen zu unterstützen und um unsere Freunde morgen besser aufnehmen zu können, legten wir uns nach ausgiebigen Recherchen hier her.

Vormittags erledigten wir nach dem Einklarieren noch einige Aufgaben wie Pläne zeichnen. Während Gerhard sich damit beschäftigte kümmerte ich mich um unsere Wäsche. Als wir zu Mittag mit den Arbeiten fertig waren, wollte Gerhard noch seinen von Hand gezeichneten Plan mit dem Handy fotografieren, um diesen dann auf elektronischem Weg übermitteln zu können. Zwischen zwei Linealen auf dem weißen Untergrund des Bootes eingespannt, wollte er gerade abdrücken, da ergriff ein Windstoß den Plan und trug ihn über Bord. Gerhard wusste zuerst gar nicht, was eigentlich geschehen war, als er durch den Sucher den Plan nicht fand. Dann hieß es jedoch schnell zu handeln, war doch der Plan mit Faserstift gezeichnet und weder Papier noch die Farbe wasserfest. Mit dem Bootshaken konnte Gerhard gerade noch seine „geistigen Ergüsse“ retten und war heilfroh, die Arbeit eines ganzen Vormittages nicht verloren zu haben. So ein Glück!

Nachdem wir beim Mittagessen wieder Wifi hatten, konnte er den Plan verschicken, sodass nichts mehr passieren konnte. Danach machten wir uns zu Fuß auf den Weg, den Ort etwas zu erkunden. Hier gab es wirklich nichts zu entdecken. Also marschierten wir weiter und freuten uns dann über eine außergewöhnliche Landschaft. Hinter den Häusern und auch zwischen den Häusern waren riesige Granitblöck. Die Menschen hier verwendeten die riesigen Granitsteine gleich zweckdienlich als Torpfosten, Dach etc.. Wir marschierten weiter bis wir schließlich zu einem Schild kamen, das uns die Richtung zu verschiedene Strände anzeigte.

Wir nahmen die erste Abzweigung, die zum Spring Bay Beach führte und was wir da zu sehen bekamen, war eindrucksvoll. Ein weißer Sandstrand, übersät mit gewaltigen Granitblöcken, die teilweise vom Meer umspült werden. Die Palmen dazwischen fehlten leider. Man konnte sich trotzdem einfach nicht satt sehen. (Der amerikanische Geologieprofessor Donnelly meint, dass diese Granitblöcke in grauer Vorzeit durch ein Naturereignis an die Erdoberfläche gehoben wurden. Durch Erosion formte sich dann das heutige Landschaftsbild.)

Als wir uns dann auf den Heimweg machten hingen mächtige, dunkle Regenwolken über uns. Schnellen Schrittes versuchten wir unser Boot zu erreichen. Der Regen war aber Sieger! Nachdem Sturm und die ersten Regentropfen zu spüren waren, flüchteten wir in einen Supermarkt und kauften Brot für das Abendessen. Als wir dachten, der Regen wäre vorbei und wir wieder ein paar Schritte gegangen waren, fing es plötzlich wieder arg zu schütten an und wir stellten uns bei ein Hütte am Straßenrand unter und warteten relativ lange den heftigen Regenschauer ab. Es wurde schon etwas heller und der Regen war schließlich nur mehr ganz leicht. Ich spannte meinen Regenschirm auf und wir marschierten in Richtung Marina. Es dauerte nicht lange und wir wurden wieder mit der karibischen Freundlichkeit konfrontiert, die wir so lieben und von der wir deshalb auch so oft schreiben: Ein junger Mann hupte, blieb stehen und brachte uns mit seinem Auto bis zum Eingang der Marina. Wieder Glück gehabt, denn es blieb regnerisch!

Stark übermüdet von der Nachtfahrt schrieben wir noch den Blog und gingen dann sehr bald ins Bett mit der Vorfreude auf unseren Besuch morgen!

26 Antworten auf „Virgin Gorda auf den Britisch Virgin Islands (BVI) erreicht und ein Glückstag“

  1. Wow. So paradiesisch! Freue mich schon sehr auf die nächsten Geschichten 🙂
    Ganz viel Spaß euch allen.

    Liebe Grüße an euch zwei und die (hoffentlich richtig) gestrandeten Langenloiser,
    Johanna

    1. Hallo Johanna!

      Sitze gerade mit deinem Papa am aktuellen Blog! Freut uns, dass du in Gedanken mit dabei bist! Alle sind gut angekommen und wir hatten schon ein gemütliches Frühstück! Heute geht es zu dem berühmten Badestrand „the Bath“ so wie in der Casali-Werbung!
      Ganz liebe Grüße von alle an Bord und besonders von deinem Papa, der neben mir sitzt!
      Petra

    1. Hallo!

      Dein Angebot ist verlockend, aber wir sind auch mit weniger zufrieden!
      Nenne uns eventuell doch den passenden Hafen im Waldviertel, falls wir es uns anders überlegen!
      LG
      Petra und Gerhard

  2. Sehr schöne Bilder!
    Ganz ungewöhnlich, diese mächtigen Granitblöcke am Strand.
    Liebe, liebe Grüße an euch Abenteurer und auch weiterhin alles Gute wünschen euch
    Hermann und Gerlinde

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