Jahreswechsel in der Karibik

Ein aufregendes Jahr 2017 geht für uns zu Ende! Wir werden dieses Jahr in ganz besonderer Erinnerung behalten. Schön ist aber auch die Vorfreude auf das nächste Jahr und auf alles, was uns erwarten wird.

Wir freuen uns, dass uns so viele im Blog begleiten und sehr nette Worte für uns finden und hoffen, das bleibt auch 2018 so!

Wir wünschen allen einen guten Rutsch und alles erdenklich Gute für das Jahr 2018!

Letzte Folge von „Bitte warten“ in Grenada

Heute folgte unvorstellbarerweise der dritte Akt im „Bitte-Warten-Krimi“. Vor zwei Tagen wurden wir zum Ein- und Ausklarieren (nachdem wir es an diesem Tag von 9 Uhr in der Früh bis 16 Uhr am Nachmittag nicht geschafft hatten, den Beamten anzutreffen) für 9 Uhr in der Früh bestellt und waren eigentlich guter Dinge, dass dieses Mal alles recht flott ablaufen könnte. Als um 9:30 Uhr niemand das Büro geöffnet hatte, wussten wir als gebrannte Kinder, dass es nun nicht mehr klug ist, allzulange zuzuwarten. Die Sekretärin von den Appartements daneben war so nett und rief auf unser Ersuchen hin wieder die Beamten von Zoll und Einwanderungsbehörde an und diese sagten ihr Kommen für 10:00 Uhr zu – was, wie jeder schon erahnen kann, nicht so war. Nach wieder einer Stunden wurden wir dann recht bestimmt, da wir wussten, dass die Amtsstunden um 14 Uhr beendet werden (auch wenn niemand da ist) und die Beamten auch noch eine Mittagspause einlegten. Außerdem ist am Sonntag Ruhetag. Wir fragten uns so lange durch, bis wir schließlich den Chef der Le Phare Bleu Marina erreichten, in der Ein- und Ausklarierungen stattfinden sollten. Auch dieser rief nochmals bei Zoll und Einwanderungsbehörde an und ersuchte um baldigstes Erscheinen, da wir ohne das Ausklarierungsformular die Insel nicht verlassen konnten. Im Regen, vor verschlossenen Türen wartend, übten wir uns in Geduld.

Immigration

Schließlich schickte uns der Besitzer der Marina einmal seine Sekretärin, die uns die Formulare zum Ausfüllen aushändigte und abstempelte, was in ihrer Möglichkeit war. Gemeinsam mit ihr warteten wir auf den Beamten der Immigration und er kam um 11:30 Uhr, erhobenen Hauptes, langsam ins Büro geschritten, öffnete das Fenster und schaute eine Weile dem Regen zu, setzte sich schließlich und startete, ein Lied summend, den Computer. Es dauerte sehr lange, er sprach kein Wort und arbeitete in Zeitlupentempo, genau von uns beobachtet, damit wir alles, was wir für das Verlassen der Insel benötigten, auch bekamen. Um 12 Uhr war es dann so weit und wir verließen das Büro.

(Im Vorhinein hatten wir schon Wetten abgegeben, wie lange es dauern würde und ich habe mit meiner Schätzung 11:45 Uhr eindeutig gewonnen!!!!)

Nun schüttete es schon seit in der Früh so arg, dass wir unsere geplante Wanderung um den Grand Etang Lake nicht mehr starteten, nachdem wir gestern schon gesehen hatten, wie schlitzig nass die Wanderwege waren.

Mit unseren Dokumenten in den Händen machten wir uns nun auf den Weg in die Hauptstadt von Grenada, St. Georg. Während der Fahrt hatte es zu regnen aufgehört und als wir ausstiegen wurde sogar die Wolkendecke etwas dünner. Als wir die hufeisenförmige Carenage (= Hafenstraße) entlang gingen, machten wir ein paar Fotos von der Stadt.

St George 1St George 2St George 3

Beim Mittagessen im „The Nutmeg-Restaurant“ begann es schon wieder zu schütten. Wir warteten zwei Stunden, aber der Regen wurde nicht weniger.

Mittagessen

Gerhard machte sich dann, bewaffnet mit einem Regenschirm, auf den Weg, um unser Auto zu holen, damit wir nicht alle patschnass wurden, denn die Sachen können hier auf dem Schiff bei der hohen Luftfeuchtigkeit nicht mehr richtig trocknen.

Wir fuhren zu einem Supermarkt, wo wir für die nächsten drei Tage einkauften, da Silvester ein Sonntag war und wir die nächsten Tage auf den Inseln Union Island und Tobago Cays vor Anker bei karibischen Stränden planen.

Als der Regen leichter wurde, marschierten wir noch zum Market Square in die Altstadt, wo man unter anderem auch die duftenden Gewürze von Grenada kaufen konnte.

Es begann aber gleich wieder zu schütten, weshalb wir beschlossen, nach einem Kaffee und einem Muskatnusseis im Marina-Restaurant in St. George auf die SanVerDa zurückzufahren und den Tag hier gemütlich ausklingen zu lassen.

Kaffeejause

Der Regen war bei der Heimfahrt so extrem, dass die Scheibenwischer unseres Autos die Menge gar nicht mehr fassen konnte und die Rinnsale links und rechts entlang der Straße das Wasser nicht mehr aufnehmen konnten.

Strasse

Die nächsten Tage werden wir auf kleinen Inseln verbringen, wo wir kein Internet zur Verfügung haben. Das bedeutet, es wird auch ein paar Tage dauern, bis wir euch wieder im Blog berichten können.

Rundfahrt auf Grenada, der Gewürzinsel

Die Farben der grenadinischen Flagge sind Rot, Gelb und Grün und die findet man überall auf der ganzen Insel: Gehsteigkanten, Zaun, Lichtmasten, Häuser, Geschäfte, sogar Palmenstämme – einfach überall rechts und links von der Straße.

7 Farben Grenada 27 Farben Grenada 37 Farben Grenada

Um 8 Uhr früh übernahmen wir ein Auto, einen Toyota RAV4, mit dem wir in den nächsten beiden Tagen die Insel umrunden werden.

Wir fuhren entlang der Ostküste in den Norden zum Lake Antoine, wo wir die River Antoine Rumdestillerie besuchten. Bei ihr liegt das älteste Wasserrad der Karibik (1785) das noch Wasser aus dem naheliegenden Fluss zum Antrieb der Zuckerrohrpresse und zu Kühlung heranbringt. Unter kompetenter Führung wurde uns gezeigt, wie die alte Methode der Rumproduktion war und nach wie vor in diesem Betrieb so ist.

1 Rum 01 Rum 11 Rum 21 Rum 31 Rum 41 Rum 51 Rum 61 Rum 71 Rum 8

Und natürlich kauften wir auch Rum.

Weiter ging es dann zur nahen Belmont Estate, eine Plantage aus dem 17. Jahrhundert, die selbst Gemüse und Obst anbaut, besonders aber hat sie sich auf die Schokoladeproduktion spezialisiert. Bei einer Führung in diesem Betrieb erfuhren wir alles über die Früchte der Karibik und ihre Verwendung und sahen wie bei ihnen die berühmte Grenada-Schokolade hergestellt wird.

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Auffallend bei diesem Baum ist, dass es Früchte und Blüten auch auf dem Stamm gibt. Deshalb werden Kakaoschoten immer mit dem Baummesser geschnitten.

2 Schoko 2

Im Anschluss aßen wir dann noch im Restaurant der Grenada Chocolate Company

3 Essen

und fuhren weiter zum nördlichsten Punkt der Insel nach Sauteurs. Von der Steilklippe dieses Dorfes vom Carib´s Leap aus stürzten sich die letzten 40 Kariben, die Indios, ins Meer, um nicht von den Franzosen gefangen zu werden.

5 Sauteurs

Als letzten Tagespunkt wanderten wir zu den Concord Wasserfällen und marschierten entlang des Flusses bis zu den Fontainbleu Wasserfällen. Der Weg dorthin war wasserdurchtränkt und äußerst kotig und wir mussten mehrmals durch das Flussbett waten.

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Vorbei ging es an Gärten, bei Muskatnussbäumen, Bananen und Zuckerrohr bis wir kurz vor dem Dunkelwerden wieder unser Auto erreichten.

Bild Gerhard Bananen, Kraut

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Wieder ein Einklarierungsmarathon zu bewältigen, aber dieses Mal nicht geschafft!

Um 8 Uhr in der Früh liefen wir nach zwölfstündiger Fahrt in der Clarke´s Court Bay Marina in Grenada ein.

Sofort wurden wir zum Einklarieren in die Nachbarbucht geschickt, die jedoch so weit entfernt war, dass Gerhard und ich das Dingi nehmen mussten. Leider herrscht hier derzeit eine Schlechtwetterphase und wir wurden schon bei der Fahrt und dann noch beim Warten auf das Einklarieren nass. Es ist jetzt aber nicht der typische karibische Kurzregen, sondern intensiver Starkregen, der auch relativ lange anhält. Dann zeigt sich für kurze Zeit die Sonne, bevor die nächste Wolke wieder intensiv regnet.

Wieder war im Büro trotzdem wir in den regulären Amtszeiten kamen, niemand anwesend. Geduldig warteten wir eine Stunde lang bevor wir nachfragten. Im Nachbarbüro waren die Angestellten so freundlich und riefen bei den Beamten an, die überraschenderweise ihr Kommen für eine Dreiviertelstunde später ansagten und schon nach einer halben Stunde da waren!!! Es kam jedoch nur der Beamte vom Customs und wir wurden gebeten am Nachmittag zur Immigration wieder zu kommen.

Nun war es, als wir mit dem Dingi wieder bei der SanVerDa waren und uns in der Marina angemeldet hatten, schon Mittag und Gerhard startete statt mit einem Frühstück mit einem Gulasch an Bord in den Tag.

Jetzt konnten wir wieder nichts unternehmen, da wir für drei Uhr bei der Immigration bestellt waren. Dieses Mal begleiteten uns unsere Freunde und wollten, dass wir sie bei einem kleinen Strand absetzten, während wir das Bürokratische zu regeln versuchten. Leider regnete es neuerlich, sodass wir schnell einen Zwischenstopp einlegten, um nicht nass zu werden.

1_Alle

Danach ging es zu fünft zum Einklarieren, wo, welche Überraschung – heute niemand mehr gekommen war! Um wieder das Beste aus der Situation zu machen, setzten wir uns gemütlich in ein Cafe-Restaurant und konsumierten Kaffee, Tee und Cocktails.

2_Restaurant

Wir saßen nicht lange und abermals überraschte uns ein Wolkenbruch während wir gut geschützt unter Dach saßen. Da beobachteten wir dann einen kleinen Zwischenfall, der uns gleich in unser Gedächtnis einmeiselte, dass wir in Zukunft immer aufmerksam sein müssen: Ein Segler vergaß anscheinend darauf, dass hier in Grenada die Markierungspunkte rot und grün im Gegensatz zu Europa seitenverkehrt sind. Beim Segeln hier sollte man jedoch nur bei Tageslicht in eine Bucht oder einen Hafen fahren, da es sehr viele Riffe und Flachwasser gibt, die zwar meist auf Karten eingezeichnet sind, die man jedoch am Besten mit Augapfelnavigation meistern kann. Die Besatzung dieses Boot dürfte gedanklich schon im Hafen gewesen sein und hat ein Flach übersehen und ist abrupt in seiner Fahrt abgestoppt worden. Alleine konnte sich die Crew nicht mehr aus der misslichen Lage befreien. Einige Boote von der Marina mussten ihm zur Hilfe kommen, das Segelboot so zu Seite kippen, damit der Kiel leichter aus dem seichten Bereich gezogen und geschoben werden konnte. Die Besatzung hatte dennoch Glück, denn beim Boot dürfte kein Schaden entstanden sein.

3_Schiff

Nachdem wir wieder einmal seit langem genüsslich, ausgiebig und sehr heiß in dieser Marina duschen konnten, gingen wir im Marina-Restaurant ausgezeichnet Abendessen.

Fortsetzung von „Bitte warten“

Heute gab es mit unseren Freunden die Fortsetzung von „bitte warten“. Um in den regulären Amtsstunden zum Ausklarieren zu kommen, waren wir schon um 9:30 Uhr in der Immigration und beim Zoll, genauso wie die Besatzung von drei anderen Booten. Zuerst hieß es, dass um 10 Uhr jemand von der Immigration da sein würde, obwohl die Amtsstunden eigentlich um 8:30 Uhr beginnen.

1_Warten1

Um 12 Uhr wurden wir dann informiert, dass erst um 15 Uhr jemand kommt bei dem wir unsere Bestätigung holen können, damit wir Tobago verlassen und in Grenada einklarieren können.

Gelassen entschieden wir gleich unser Mittagessen zu uns zu nehmen und machten nebenbei gleich einen Rundgang in Charlotteville. Immer wieder erwischten uns wieder kräftige Regenschauer, wo es wieder „bitte warten“ hieß.

3_Regen

Umso überraschter waren wir dann, als wir um 15 Uhr – nicht Tobago-Zeit – also total pünktlich, bei den beiden Beamten zwar wieder unzählige Formulare ausfüllen durften und in Rekordzeit (in einer halben Stunde!!!) alle Stempel und Belege hatten, die wir benötigten, um die Insel zu verlassen.
Nun hatten wir noch restliches Geld, das wir in Kaffee, Bier und Wasser investierten. Auch hier mussten wir nochmals einen starken Regenguss abwarten.

2_Behörde

Dann ging es auf die SanVerDa, wo das Dingi versorgt, zu Abend gegessen und im Regen geduscht wurde.

4_Duschen

Um 20 Uhr startete dann unsere Nachtfahrt nach Grenada.

Ausflug mit dem Glasbodenboot am Boxing-Day

Dieser Spruch aus dem Glasbodenboot ist eine Lebensweisheit, der wir sehr viel abgewinnen können!

Heute fuhren wir schon zeitig in der Früh in den Süden zum Pigeon Point, von dem wir euch ja schon berichtet haben.

2_Strand

Vormittags verbrachten wir noch ein paar gemütliche Stunden auf diesem traumhaften Strand mit liming und nachmittags unternahmen wir eine Erlebnisfahrt mit dem Glasbodenboot „Sugar Lips“.

3_Glasbodenboot4_Boot innen5_Selfi-Abfahrt

Wir fuhren zuerst zum Buccoo Reef, wo wir die riesige, geschützte Rifflandschaft vom Boot aus beobachten konnten. Danach ging es zum Schnorcheln im Riff, um die Unterwasserlandschaft hautnah zu erleben.

6_Fisch

Auf der Bootsfahrt erwischte uns wieder einmal ein heftiger Regenschauer – stimmt nicht „liquid sunshine“- so dass wir und unsere Taschen komplett durchnässt waren, was aber im Bikini und in der Badehose nicht viel ausmachte.

Die nächste Station war dann der Nylon Pool, eine sehr flache Sandbank im Riff. Hier konnten wir aussteigen, herummarschieren und uns mit dem Korallensand einreiben. David, unser Kapitän, versprach uns, dass wir danach mindestens 10 Jahre jünger aussehen werden! Gerhard ging drei Mal ins Wasser!! ☺

7_Nylon_Pool Ankunft8_Nylon-Ppool

Die letzte Station unserer Expedition war dann Sheerbirds-Point, eine Halbinsel mit Mangrovenbewuchs, in der Bon Accord Lagoon. Hier hatte Gerhard schon wieder ein nettes Schwemmholz gefunden , das ihm dieses Mal selbst zu groß zum Mitnehmen war! 😉

9_Selfi-Insel10 Mangroven11_Schwemmholz

Um 18 Uhr fuhren wir schon voll Vorfreude zum Flughafen nach Crown Point, um unsere Freund abzuholen, die uns die nächsten 14 Tage auf unserer Reise begleiten werden. Nach einer Stunde erfuhren wir, dass die Maschine erst um 23 Uhr laden würde, da es technische Probleme beim Start gab.
Ganz nach der anfangs präsentierten Lebensweisheit, aus jeder Situation etwas Perfektes zu machen, beschlossen wir, uns unter die Menschen zu mischen, sie zu beobachten und den Feiertagsabend wie alle hier bei einem gemütlichen „Fast-Food“ ausklingen zu lassen und dabei viel Spaß zu haben.

14._Fastfood

Um 23 Uhr fuhren wir wieder zum Flughafen und dieses Mal waren wir erfolgreich und konnten unsere Freunde abholen. Nun stand uns aber noch eine anstrengende zweistündige Fahrt mit unserem Mietauto nach Charlotteville bevor, die wir aber nach dem ruhigen Tag heute auch sehr gut schafften.

Um 2 Uhr in der Früh gab es dann eine Überraschung! Das Christkind brachte uns Geschenke von unseren Kindern und Enkelkindern! Danke, liebes Christkind!

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Weihnachtsfeiertag in Tobago

Hier wird Weihnachten erst am 25. 12. gefeiert. Im Finsteren leuchteten uns nur die Sterne, als wir mit dem Dingi um 4:30 Uhr an Land fuhren – fast wie den Hirten in Betlehem. Der Grund unseres zeitigen Aufstehens war, dass wir in Charlotteville mit der Ortsbevölkerung die Weihnachtsmesse besuchen wollten, die bis 7:30 Uhr dauerte. Viel Gesang von beleibten Damen mit sehr guter Stimme, eine Geschenkverteilung an die anwesenden Kinder und zum Abschluss eine Weihnachtsjause in der Kirche belohnten uns für das zeitige Aufstehen. Außerdem freuten sich die Leute über unser Kommen und plauderten mit uns, da es wahrscheinlich nicht so oft vorkommt, dass Urlauber auch in die Messe gehen.

1 Kirche

Nachdem das heute wie gesagt das Weihnachtsfest hier ist, haben auch alle Lokale und sehr viele Geschäfte geschlossen. Wir entschieden uns deshalb, den Gilpin Trail zu wandern, der sich entlang des Bloody Bay Rivers schlängelt, ihn öfters überquert und von einigen Wasserfällen gesäumt wird.

2a Regenwald2b Regenwald2c Regenwald2d Regenwald2e Regenwald2f Regenwald8a Weihnachtsbeleuchtung

Nach der Wanderung konnten wir nirgends ein Lokal zum Essen finden, also entschieden wir uns aufs Boot zu fahren und dort gemütlich zu speisen und den Rest des Tages zu verbringen. (Und die Entscheidung war gut so, denn es fing gleich zu regnen an und hörte bis zum Abend nicht mehr auf!)

Unser Weihnachtsfest 2017 in Tobago

Jetzt ist in Europa wahrscheinlich auch schon der Weihnachtsstress vorbei. Hier in Tobago haben wir jedenfalls den richtigen Spruch gefunden, wie man Stress gut vertragen kann! ☺

1 Stress

Wir erleben hier heuer erstmals einen total stresslosen Heiligen Abend. In der Früh fuhren wir schon zeitig in unser Lieblingslokal Sharon&Pheb´s, hier werden wir immer freundlich versorgt, bekommen gutes Essen und haben zusätzlich gutes Internet. Wir verschickten Weihnachtswünsche an unsere Lieben Verwandten, Bekannten und Freunde zu Hause!

2 Kellnerin

Als wir wieder zu unserem Dingi gehen wollten, schauten wir noch beim Tisch der örtlichen Fischer vorbei und sahen in einem großen Korb Langusten, die uns wärmstens empfohlen wurden. Weil heute Heiliger Abend ist, entschlossen wir uns, welche zu kaufen.

3 Fischertisch

Für die Feiertage erstanden wir bei einer Dame, die selbst Brot bäckt, Weißbrot auf Vorrat.

4 Bäckerin

Wieder auf dem Boot war heute Weihnachtsputz angesagt, da wir am Dienstag Besuch aus Österreich erwarten, auf den wir uns schon sehr freuen.

Zu Mittag kochten wir dann das erste Mal in unserem Leben Langusten und sie gelangen uns sehr gut.

5a Hummer in den Topf5b Languste im Topf5c Hummer aus Topf raus5d Languste angerichtet5e Languste aufschneiden5f Languste auf dem Teller5g Languste essen Gerhard5h Languste gegessen

Am Nachmittag fuhren wir nochmals mit dem Dingi an Land, da wir uns hier mit dem Mann unserer „Gemüsefrau“ trafen. Er war so nett und ließ uns von seinem Stick die lokale Weihnachtsmusik auf unseren Computer kopieren.

6

Am Abend war dann „fein ausgehen“ angesagt. Wir meldeten uns im Sharon&Pheb´s zu einem „Weihnachtsdinner“ an.

Zu Beginn gab es eine Pigeon-Pea-Soup, eine Gemüsesuppe mit all dem Gemüse, das in Charlotteville wächst: Erbsen, Kochbananen, viele Kräuter – sie schmeckte sehr gut und war interessant gewürzt.

Danach bekam Gerhard die vorbestellten Shrimps, während ich Fisch wollte. Serviert wurden die Gerichte mit gratinierten Kartoffeln, Gemüse und leckerem Salat. Vom Haus bekamen wir Truthahnbrust und Schweinsschinken mit Ananas und Äpfel kredenzt.

7a Essen7b Essen

Die Nachspeise war ein Obst-Schokokuchen (mit verschiedensten getrockneten Früchten im Teig verrührt) und selbstgemachtes Eis.
Auch die Getränke (egal ob Wasser, Bier oder Teepunsch) gehörten zum „Christmas-Dinner“. Es war für uns schon etwas ganz Besonderes, auf das wir uns schon tagelang freuten und das wir heute auch in vollen Zügen genossen.

Nach einem Abendspaziergang, bei dem wir noch viele Häuser mit Weihnachtsbeleuchtung sahen, machten wir uns dann mit Stirnlampen ausgerüstet, auf den Nachhauseweg.

8a Weihnachtsbeleuchtung8b Weihnachtsbeleuchtung

Nachliefern können wir euch heute ein Foto vom Mond (weil wir nun an Land sind und uns nicht bewegen), der hier anders ausschaut (wie bei der Atlantiküberfahrt schon erwähnt) als bei uns.

9 Mond

Letzte Ausfahrt mit dem Mietauto vor Weihnachten

Heute wollten wir das letzte Gebiet erkunden, das wir auf Tobago noch nicht gesehen haben. So fuhren wir die Nordküste hinunter bis Castara und bogen dann wieder ins Landesinnere ab. Hier wollten wir nun auf kleinsten Straßen das Gebiet in Richtung Plymouth queren.

Die Gegend um Arnos Vale ist sehr bekannt für seine Baumriesen.

1a Baum 11b Baum 21c Baum 3

Endlich entdeckten wir hier auch ein Geschäft, in dem Gerhard eine Machete kaufen konnte. Alle Einheimisch gehen mit dieser in den Regenwald und können so Wurzeln, Pflanzen etc. abschneiden, die den Weg versperren. Vielleicht braucht Gerhard die Machete in unserem Wintergarten, wenn wir nach so langer Zeit wieder nach Hause kommen! ☺

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Leider sind die Straßen oder besser gesagt die Wege dort so schlecht, dass wir mit unserem Mietauto keine Chance hatten, diese Gegend zu erkunden. Etwas enttäuscht machten wir uns auf den Rückweg, dieses Mal aber auf einer Hauptstraße.

Bei einer Straßenküche kauften wir uns Suppen und danach machten wir uns wieder auf den Weg zurück nach Castara.

3 Strassenküche

Wir parkten unser Auto am Hafen und marschierten den Fluss entlang bis zum Castara-Wasserfall. Durch die Baumriesen und die vielen Kakaobäume, die hier typisch sind, ist es beim Flussbett so finster, dass man kaum fotografieren kann.

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Vor der Heimfahrt wollten wir uns noch in einem Treehouse eine Erfrischung gönnen. Da sahen wir, dass gerade heute die Ortsbevölkerung in selbstgebauten Backöfen aus Ton im Freien Brot buk. Es duftete im ganzen Ort verführerisch. Wir beobachteten die Menschen bei ihrer Arbeit und danach fragten wir, ob wir hier auch Brot kaufen könnten. Eigentlich wurde das Brot hier vorbestellt, wir hatten aber Glück und bekamen trotzdem zwei verkauft und dazu noch zwei leckere Nusstaschen aus dem Backofen, der mit Bambus beheizt wurde.

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Nun machten wir uns wieder auf die lange Heimfahrt und entdeckten am Straßenrand eine Weihnachtskrippe, die uns daran erinnerte, dass wir noch einen Weihnachtsbaum brauchen würden, denn wir wollten auch in Tobago das Weihnachtsfest feiern.

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Wir wünschen euch allen ein wunderschönes, besinnliches Weihnachtsfest im Kreise eurer Lieben. Wir denken an euch und freuen uns mit euch! Unter unserem Weihnachtsbaum liegen kein Päckchen, aber wir wissen, dass diese Reise das größte Weihnachtsgeschenk ist, dass wir uns jemals gemacht haben. Dies lässt uns auch ein bisschen leichter fallen, nicht mit unseren Kindern, Enkelkindern und Eltern diese schöne Zeit zu verbringen.

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Badestrände in Tobago entdeckt!

Selbst hier in Tobago bekommen wir mit, wie stressig die letzten Tage vor Weihnachten bei allen unseren Bekannten und Freunden in Europa sind. In Tobago ist von Weihnachtsstress gar nichts zu spüren und wir lassen uns davon gerne anstecken! Die Menschen laufen mit Weihnachtsmützen herum und haben Spaß, schmücken teilweise die Häuser und Gärten mit Lichtergirlanden, aber auch mit Schneemännern und –frauen und je näher man der Hauptstadt kommt, umso eher bemerkt man, dass einige Menschen in den Geschäften ein bisschen ausgiebiger für die Weihnachtsfeiertage einkaufen.

Wir haben heute ebenfalls einiges schon in der Früh erledigt. Gerhard telefonierte mit der Firma, um die Vorbereitungen für den Jahresabschluss zu besprechen und ich kommunizierte mit den Kindern und Enkelkinder, um ihre Vorfreude auf das Weihnachtsfest auch hier zu spüren und zu genießen.

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Danach machten wir uns auf den Weg zum südlichsten Zipfel von Tobago, nach Crown Point, wo auch der Flughafen der Insel liegt.

Von da führt eine kleine Straße in die Store Bay, eine nette, belebte Badebucht.

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Wir aßen hier zu Mittag und fuhren dann zu unserem eigentliche heutigen Tagesziel, dem Pigeon Point. Dies ist sicherlich der schönste Badestrand der Insel. Er ist privat geführt und deshalb muss man Eintritt bezahlen. Dieser Strand ist jedoch mit seinem weißen Sand, dem dahinterliegenden Palmenwald und der tropischen Gartenanlage mit zahlreichen Bars, Restaurants, Shops und Möglichkeiten für Wassersport wirklich traumhaft schön und sauber. Vor Wellen geschützt durch ein vorgelagertes Riff schwimmt man wie in einem Pool. Die Anlage bietet Groß und Klein alles, um hier ein paar entspannte Urlaubstage mit Karibikfeeling zu verbringen.

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Sehr idyllisch war es auch in dem Mount Irvine Bay Beach, wo sich trotz relativ später Stunde noch viele Jugendliche tummelten, Ping-Pong spielten, auf den Wellen mit ihren Brettern ritten oder einfach nur den Abend mit lauter Musik und Rumpunsch genossen.

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Im Dunkeln fuhren wir dann nach Charlotteville zurück und es war interessant, die Landschaft und Dörfer nun mit Beleuchtung zu sehen.