Abschied von La Gomera und vom ersten Kontinent unseres Segeltörns, Europa!

Da wir uns morgen auf eine lange Reise zu den Kap Verden machen werden, haben wir heute viele Aktivitäten gesetzt, die wir in den nächsten Tagen nicht durchführen können.
So fuhren wir schon zeitig in der Früh zum Samstagsmarkt von San Sebastián und kauften für die nächsten 10 Tage kanarisches Obst, Gemüse, frisches Brot und was uns sonst noch Kulinarisches für den langen Segeltörn fehlte.

Danach bestiegen wir wieder unser Mietauto, ausgerüstet mit Wanderschuhen und ausreichend Wasser und fuhren ins Landesinnere in den Nationalpark Garajonay.
Hier wanderten wir von El Cedro über steile Stufen zum Salto de Agua, dem höchsten Wasserfall La Gomeras.

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Witzig ist, dass der Weg mitten durch das Restaurant „La Vista“ führt, indem wir auf dem Rückweg zu Mittag aßen – und es schmeckte – ihr werdet es kaum glauben – wieder ausgezeichnet!

Weiter ging es dann zum höchsten Berg La Gomeras, dem Alto de Garajonay (1487m). Am höchsten Punkt erwartete uns ein Steinkreis von den Ureinwohnern den Guanchen.

Viele Pflanzen, die nur in La Gomera vorkommen, fanden wir auch hier.

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Leider gab es in diesem Tal 2012 einen riesigen Brand bei dem der gesamte Wald abbrannte. Man sieht aber schon überall, wie sich die Natur ihren Weg auf diesen Berg zurückerobert.

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Mit unserem Skoda Citigo steuerten wir nun die Laguna Grande an, einen ehemaligen Kratersee im Zentrum der Insel. In der Mitte findet man noch einen prähistorischen Menhir mit 22 Löchern in der Oberfläche. Vermutlich nutzten die Guanchen die Kuhlen als Opferstellen für Milch, Blut und Schmalz.
Von älteren Einwohnern wird dieser Platz in der Dunkelheit heute noch gemieden, da er als Versammlungsplatz von Hexen gilt. ☺

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Wieder zurück an Bord machten wir unseren Katamaran für unsere Reise startklar und putzten alles, bevor wir gemütlich Abendessen in die Altstadt gingen, immer im Bewusstsein, dass wir nun bald Europa den Rücken zuwenden werden.
Dieses Mal entschlossen wir uns für die portugiesische Küche – wahrscheinlich schon ein bisschen wegen der Vorfreude auf die Kap Verden, die ja von portugiesischen Seefahren entdeckt und benannt wurden und auf denen man immer noch Portugiesisch spricht.
Bis wir die Kap Verden erreichen, wird es jetzt bei vorhergesagtem Wind zirka eine Woche dauern. Erst dann werden wir uns wieder bei euch im Blog melden! Bis bald!

La Gomera – einzigartige Natur

Mit dem Mietauto waren wir heute den ganzen Tag auf der Insel unterwegs, die im Durchmesser nur 25km misst.

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Quelle: http://mac-im-netz.de/files/Gomera.jpg

Gestartet haben wir im Zentrum der Insel in Nationalpark Garajonay (Weltkulturerbe der UNESCO), im immergrünen Nebelwald, mit üppiger Vegetation. Die Nebelwolken begünstigen den Wuchs wunderschöner Moose und Flechten, die auch ein Zeichen für die Reinheit der Luft sind. Typisch sind die Lorbeerwälder mit verschiedenen Arten von über 15m hohen Bäumen.

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La Gomera ist auch ein Eldorado für Wanderer. So wanderten wir heute im Cedro-Tal einen schmalen Pfad entlang, der über kleine Holzbrücken vorbei an malerischen Lichtungen und zu einer Ermita de Lourdes (Wallfahrtskirche).

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Weiter ging es zum Mirador Degollada de Peraza, einem Aussichtspunkt in 943m, wo wir gomerische Spezialitäten zu Mittag aßen: Gomerischen Ziegenkäse, weißen Ziegenfrischkäse, Brunnenkressesuppe und Ziegenfleisch.

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Gesättigt machten wir uns dann auf unsere Städterallye.
In Hermigua passierten wir die Zwillingsfelsen „Roques de San Pedro“, ein Wahrzeichen der Stadt. Hermigua liegt im Norden der Insel und wird von wasserreichen Schluchten ausreichend mit Wasser versorgt, die der Region die größte Bananenernte von ganz Gomera bescheren. Eindrucksvoll liegen die Terrassen mit Bananenplantagen an den Hängen.

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Wir besuchten auch El Pescante. Nun sieht man hier nur noch 4 Betonpfeiler, die aus dem Meer ragen, früher jedoch handelte es sich hier um eine Bananenverladestation. Aufgrund der hohen Wellen konnten die Schiffe nicht an einer Hafenmole anlegen und so wurden die Schiffe über einen Betonsteg, der über die 4 Pfeiler führte, beladen.

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Weiter ging es nach Agulo, ein hübscher, kleiner Ort mit sehenswerten Häusern und einem netten Gasthaus. Auch hier ist die Landschaft geprägt von fruchtbaren Terrassenfeldern, schroffen Steilwänden und einem wundervollen Blick auf das Meer.

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Um dieses ursprüngliche Dorf noch besser zu sehen, besuchten wir den Mirador de Abrante. Diese futurischtisch gestaltete Aussichtsplattform (vom Architekten Jose Luis Bermejo) ließ uns sogar den Pico del Teide in Teneriffa sehen. Auf einer 7m langen, komplett verglasten Plattform steht man über einem 200m tiefen Abgrund und bestaunt das darunterliegende Agulo. Rund um den Skywalk, der in ein Restaurant integriert ist, befindet sich ein Garten mit typischen Pflanzen von La Gomera.

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Den ruhige Ort Vallehermoso besuchten wir als nächstes, der ebenfalls in einem wunderschönen Tal mit grünen Bananenplantagen, kleinen Weinbergen, üppigen Obstgärten und Kartoffeläckern liegt. Auf dem Dorfplatz fanden wir den hier typischen Kanarienvogel – jedoch als übergroße Skulptur aus Holz gefertigt.

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Schon etwas müde von den Eindrücken, wollten wir unbedingt noch den Mirador César Manrique sehen und die tolle Aussicht von hier über das Valle Gran Rey-Tal genießen. Über den Inselkünstler aus Lanzarote mit seiner Vision von der Symbiose zwischen Architektur und Natur haben wir euch schon einmal berichtet. Jeder Kanareninsel wollte er ein Werk schenken und so schmückt sich La Gomera heute mit dem Mirador César Manrique.

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Als letzte Station ging es weiter nach Valle Gran Ray, wo Palmen, tropische Obstbäume, exotische Zierpflanzen und schöne Badestrände für Abwechslung sorgen. Durch die vielen Sonnenstunden, die es hier gibt zogen schon in den 1960er-Jahren die Hippies hier ein und bis heute weht das Flair der damaligen Zeit durch das Tal und erinnert an die Blumenkinder von damals.

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Am Strand von Calera mit vielen Läden, Bars und Restaurants herrschte turbulentes Treiben. Wir genossen unser Abendessen in einem Strandrestaurant bei Sonnenuntergang und genossen die Trommelmusik und die Show von jungen Feuerjongleuren, die eine einmalige Stimmung hier zaubert.

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Geschafft fuhren wir dann noch eine starke Stunde im Finsteren vom Westen der Insel Valle Gran Rey in den Osten der Insel nach San Sebastián.

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Leider war heute ein starker Wind, der von der Sahara den Sand mitbrachte. Aus diesem Grund war die Sonne leider etwas abgedunkelt und das Licht für die Fotos nicht so gut.

La Gomera – hier startete Christoph Kolumbus seine Reise in die Neue Welt

Gerhard wollte diese kleine Kanareninsel unbedingt als Startpunkt unserer Atlantiküberquerung nehmen, da auch Christioph Kolumbus (auf Spanisch: Cristobal Colón) bei seinen Überquerungen immer La Gomera als letzte Seestation in der Alten Welt wählte. (Da hier die Versorgungsmöglichkeiten nicht optimal waren, vermutete man, dass ihn eine Liebschaft zu einer attraktiven Frau immer hierher führte. Das kann ich bei Gerhard ausschließen! ☺)
Wir timeten die Ankunft auf der zweitkleinsten Kanarischen Insel so, dass wir gleich bei Sonnenaufgang in der Hauptstadt San Sebastian de la Gomera in der Marina einliefen.

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Sofort machten wir uns auf zur Entdeckungstour in der kleinen Hauptstadt, wo wir überall auf Kolumbus Spuren trafen.

Das alte Stadthaus Casa de la Aguada, das nach der Wasserstelle im Innenhof benannt ist, die nun Pozo Colón heißt. Hier soll Kolumbus Wasser für seine Flotte geschöpft haben. Mit diesem Wasser wurde Amerika 1492 getauft.
Ein recht unscheinbares Haus in der Calle Real mit dem Namen Casa de Colón. In einem Vorgängerbau an dieser Stelle soll Kolumbus gewohnt haben. Die Kanaldeckel in dieser Straße thematisieren sogar die Fahrt des Kolumbus. Sie tragen die Inschrift „De aquí partió Colón“, was bedeutet „von hier aus brach Kolumbus auf“. Sie zeigen Abbildungen der Flotte von Kolumbus (die Schiffe Santa Maria, Nina und Pinta) im Hafen von San Sebastián.
Die Iglesia de la Asunción – hier in dieser Kirche soll Kolumbus gebetet haben, bevor er 1492 zur ersten Atlantiküberquerung aufbrach.

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Nun sind wir, wie Kolumbus, auf dem Sprungbrett „La Gomera“ über den Atlantik. Wir werden jedoch anders als Kolumbus die Strecke über die Kap Verde wählen.

Auf dem Weg nach La Gomera

Nach 12 Stunden Fahrt haben wir in der Früh Teneriffa erreicht, wo wir nicht anlegten sondern den ganzen Tag die Küste entlang segelten.
Vom Meer aus sahen wir schroffe Küsten, die im Norden durchgehend stark besiedelt sind.

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Hier stehen auch prächtige Häuser und überall sieht man Bananenplantagen genauso wie wahrscheinlich morgen auf La Gomera.

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Die Bananen wurden nämlich im 19. Jahrhundert auf den Kanaren eingeführt und zwar die weniger windanfällige Zwergbanane. Die Früchte waren begehrt und fanden auch in England und Frankreich Abnehmer. Ab 1950 verdrängten dann die billiger produzierten Früchte aus Südamerika die kanarischen Bananen und deshalb wurde 1972 ein Gesetz eingeführt, dass die Einfuhr ausländischer Bananen in Spanien verbot.
Die EU beschloss dann, den europäischen Bananenanbau zu bezuschussen. 2013 wurden der Madrider Regierung bis 2020 rund 20 Mrd. Euro für den Bananenanbau auf den Kanarischen Inseln zugesagt. So ist die Zukunft der kanarischen Banane vorerst einmal gesichert.
Beim Einkauf achten wir immer sehr darauf, Kanarisches Obst zu erwerben. So ließen wir uns heute Bananen und eine Papaya von den Kanaren schmecken.

Außerdem gibt es zwischen Teneriffa und La Gomera 28 verschiedene Wal- und Delfinarten. Schon gestern am Abend und auch heute in der Früh wurden wir von einer großen Schar Atlantischer Fleckendelfine (Zügeldelfine) eskortiert.

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Wieder zurück auf den Kanaren!

Nachdem wir Taufe, Willkommensfeier, Geburtstagsfeier unserer Enkelkinder ausgiebig gefeiert haben und den Tag der offenen Tür in der Firma sehr gut hinter uns gebracht haben, beenden wir nun wieder unseren 14-tägigen Heimurlaub!

Gestern um 11 Uhr sind wir in Wien bei Regen gestartet und am Abend um 20 Uhr bei Sonnenschein in Arrecife gelandet.

La Graciosa und Lanzarote beim Landeanflug!

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Nachdem wir heute noch ein großes Service am Boot machen ließen, punkerten wir ein bisschen Wein und Lebensmittel ein, um für die längeren Segeltörns auf dem Atlantik, die uns in nächster Zeit bevorstehen, gut gerüstet zu sein.

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Da alles wie geplant ablief, können wir nun heute schon um 17 Uhr Marina Rubicon verlassen und uns auf den Weg nach La Gomera machen.

Die berechnete Wegstrecke beträgt voraussichtlich 2 Tage und 2 Nächte.

Marina Rubicon – ein exquisiter Platz, fast zum Urlaubmachen!

Wir sind derzeit im Süden von Lanzarote in der Marina Rubicon gelandet.
(Für alle, die es nicht genau wissen, eine Marina ist ein Hafen mit Liegeplätzen und verschiedenen Einrichtungen, der auf die Bedürfnisse von Segel- und Motoryachten ausgerichtet ist. Solche Marinen können sehr einfach und klein sein oder so exquisit, wie die, in der wir jetzt gerade gelandet sind. Man sucht sich die Marinen meist nicht nach Einrichtungen aus, sondern wie sie geeignet auf der geplanten Wegstrecke liegen.)
Marina Rubicón hat 550 Liegeplätze auf 12 Schwimmstegen. (Als Schwimmsteg bezeichnet man einen auf dem Wasser schwimmenden Bootssteg, der mit Auftriebskörpern versehen ist. Schwimmstege dienen in Tiden-Gewässern als wasserstandsunabhängige Anlegestelle.)

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Auf dem Foto könnt ihr den Wasserstand von heute Mittag im Gegensatz zu gestern Abend sehen.

Diese Marina verfügt über erstklassige Einrichtungen für Wartungen und Reparaturen von Schiffen. Für das Wohl der Seefahrer gibt es eine Vielzahl von Bars, Restaurants, Geschäften, Boutiquen, Supermärkte, Schwimmbad oder Paddle Tennisplätze,eine eigene Tankstelle für Schiffe und auch eine für Autos, … . Selbst ein kleine Kirche befindet sich hier – und alles in der Anlage in der typischen Inselstruktur (wie wir sie euch gestern beschrieben haben) angelegt.

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Wir fühlen uns sehr wohl, bleiben aber nicht lange an diesem netten Ort, weil wir morgen in der Früh unseren zweiwöchigen Heimurlaub antreten werden, auf den wir uns schon riesig freuen!
Das bedeutet aber gleichzeitig, dass der Blog bis mindestens 24.10. ruht und ihr erst dann wieder von uns und unserer Reise Neues erfahrt. Wir freuen uns auch immer über Nachrichten von euch im Blog! Danke!

Ein Runde um Lanzarote und die Feuerberge

Im Vorjahr machten wir Urlaub auf Lanzarote und hatten vom Land aus gesehen, was wir nun vom Meer aus betrachteten.

Hier auf Lanzarote gibt es keine spektakulären architektonischen Sehenswürdigkeiten, außer die Werke vom Inselkünstler César Manrique, die als Hauptmerkmal die Integration der Felsen haben (Fundación César Manrique, Mirador del Rio, Jameos del Agua, Jadin de Cactus, Casa Museo del Campesino, …). Die Insel selbst begeistert einfach durch eine faszinierende Naturkulisse vulkanischen Ursprungs.

Im Laufe von Jahrmillionen entstand die Insel durch unzählige Vulkanausbrüche, die hauptsächlich unter Wasser stattfanden.

Die weitreichenden Vulkanberge, die bei den Vulkanausbrüchen von 1730 bis 1736 und 1824 entstanden, sind äußerst eindrucksvoll durch interessante Lavaformationen. Diese kann man im Nationalpark Timanfaya erleben. Selbst jetzt herrschen hier dicht unter der Oberfläche noch Temperaturen von gut 100°C. Ein unvergessliches Erlebnis sind auch die Feuerberge. Je nach Sonneneinstrahlung erscheinen sie von feuerrot bis tiefschwarz.

Was uns aber heuer viel mehr auffällt, da wir ja auf dem Wasserweg unterwegs sind, sind die Tidenhübe. Hier im Süden der Insel betragen sie derzeit 2m.

Die Gezeiten oder Tiden sind periodische Wasserbewegungen des Ozeans, die sich vorwiegend an dessen Küsten auswirken. Dort führen sie zu Tidehochwasser und -niedrigwasser. Sie sind eine Folge der Gezeitenkräfte von Mond und Sonne, wobei der stärkere Einfluss vom Mond ausgeht. Die Erdrotation bewirkt, dass diese Gezeitenkräfte an einem festen Ort der Erdoberfläche zeitlich variieren. Daher gibt es an den meisten Küsten während des Mondumlaufs von knapp 25 Stunden je zweimal Hochwasser und zweimal Niedrigwasser.
Bei Voll- und Neumond addieren sich die Gezeitenkräfte von Sonne und Mond zu einer besonders großen Tide (und heute haben wir Vollmond und das Foto zeigt den Wasserstand!), der Springtide, bei Halbmond dagegen ergibt sich eine besonders kleine Tide, die Nipptide.

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La Graciosa, die Anmutige

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Quelle: http://www.flickr.com/photos/big-ashb/2235200254/

Diese Insel ist knappe 30m2 groß und mit ihrem mediterran-subtropischem Klima das ganze Jahr über angenehm warm. Wie man sieht Badesaison selbst für mich!!!

Der Hauptort der Insel – Caleta del Sebo – hat 650 Einwohner und lebt überwiegend von Tourismus und Fischfang.

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Der zweite Ort der Insel namens Pedro Barba besteht ausschließlich aus Ferienhäusern von anderen Kanaren. Die Insel ist ausschließlich per Boot erreichbar und auf den wenigen nicht asphaltierten Straßen sind nur einige Geländewägen der Einheimischen zugelassen, die die Touristen zu den wunderschönen, versteckten Sandstränden bringen.

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Es gibt keine Süßwasserquellen auf La Graciosa, daher muss das Trinkwasser per Pipeline unter dem Río, der nur etwas mehr als einen Kilometer breiten Meerenge zwischen La Graciosa und Lanzarote, oder mit einem Tankschiff herangeschafft werden.

Mit Flip-Flops optimal ausgerüstet erkundeten wir sogar ein wenig den etwas außerirdisch anmutenden Montana Amarilla, eine Schönheit von Vulkangestein (besteht aus Tuffstein, vulkanischem Eruptivgestein, das sich verfestigt hat und durch Gaseinschlüsse häufig sehr porös ist) mit herrlichen Rot-, Gelb-, Braun- und Ockertönen an dessen Fuße traumhafte, kleine Badestrände eingebettet sind.

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Aber mehr noch waren wir von der Anpassungsfähigkeit der Pflanzen, die hier auf den Stränden gedeihen, begeistert.

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Unterwegs zu den Kanaren

Seit Sonntag sind wir nun Tag und Nacht unterwegs. Durch die Straße von Gibraltar peitschten uns Wind und Wellen zügig voran.
Wir sichteten sogar zwei Grindwale (in der Straße von Gibraltar gibt es die meisten Wale in Europa!).
Schnell waren wir durch. Gerhard hatte aber eine Menge zu tun, da sich so viele Schiffe auf dieser Meerenge tummelten, wie unser Kartenplotter anschaulich darstellt.

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Danach segelten wir mit unserem Passatsegel entlang der marokkanischen Küste mit dem Wind in Richtung Südwesten.

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Am dritten Tag frühstückten wir noch bei Sonnenschein, doch plötzlich zogen atlantische Nebel auf und wir bekamen die Sonne zwei Tage lang nicht mehr zu Gesicht.

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Um kein Schiff zu übersehen, musste Gerhard nun zum AIS noch das Radar einschalten. Beid Systeme alarmieren rechtzeitig, um Gefahren auszuweichen. Das Radar im Speziellen zeigt alles, rund ums Schiff an (Felsen, Schiffe,… sogar Starkregen), sodass man auch ohne Sicht relativ sicher fahren kann. Mit dem Wind war es gleichzeitig auch vorbei und wir motorten bis zu den Kanaren, weshalb Gerhard sicherheitshalber noch Diesel nachfüllte.

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Auf Sonnenstrahlen mussten wir zwar verzichten, zwei riesige Meeresschildkröten schwammen neben uns vorbei. Wir freuten uns darüber!

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Heute nach dem Frühstück haben wir die Kanaren erreicht. Wir liegen in einer Bucht „Bahia des Salado“ im Süden von La Graciosa gleich neben dem imposanten Felsen von Lanzarote.

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Im Vorjahr standen wir oben auf diesem Aussichtspunkt „Mirador del Rio“ (gestaltet von César Manrique), einem 450m hohen Felsbalkon, wo wir auf die 1,5km breite Meerenge „El Rio“ schauten, die die Insel Lanzarote von der Insel La Graciosa trennt. Damals dachte ich noch, wie das nächstes Jahr sein wird und schon sind wir da und… es ist toll!!!!