Wir verkaufen unsere SanVerDa!

Wir haben unsere Reise beendet, kümmern uns jetzt um unsere Enkelkinder und verkaufen daher unseren Katamaran SanVerDa.
Unser Schiff ist voll ausgestattet, top gewartet und für eine sofortige Weltumsegelung bereit.
Mit der großen Photovoltaic-Anlage, den großen Batterien und dem Watermaker ist man völlig autark.
Wir verkaufen SanVerDa nur schweren Herzens, weil unsere verfügbare Zeit auf See zu Ende gegangen ist, hoffen aber, dass der neue Eigner ebenso viel Freude mit SanVerDa haben wird wie wir hatten.

We’ve finished our journey, we’re taking care of our grandchildren and therefore now we are selling our SanVerDa catamaran.
Our ship is fully equipped, well maintained and ready for an immediate circumnavigation.
With the large photovoltaic system, the large batteries and the watermaker you are completely self-sufficient.
We sell SanVerDa with a heavy heart because our available time at sea has come to an end, but hope that the new owner will enjoy SanVerDa as much as we have done.

Unser Boot haben wir einem Broker übergeben, der für uns den Verkauf regelt:
We handed over our boat to a broker who does the selling for us:

www.denisonyachtsales.com
jeff@denisonyachtsales.com

Marke / Make Lagoon
Modell / Model 410 S 2
Länge / Lengh 12,27 m / 41 ft
Breite / Beam 7,07 m
Tiefe / Draft 1,2 m

Baujahr / Year built 2005
Heimathafen / Flag of Registry Delaware / USA
Doppelkojen / Nummer of double cabins 4
Bugkojen / Nummer of single cabins 2
Badezimmer WC / Bathroom WC 4
Diesel / Fuel 2 x 120 l
Wasser / Water 2 x 400 l

Elektronik / Electronics Navigationspaket 2004 Nr. 3 Raymarine
Radar Raymarine 24 nm
Iridium GO
Inverter 300W
Radio / CD
AIS Raymarine 650 new 2017
EPIRB ACR 2844 GlobalFix Pro 406 new 10/2017

Photovoltaik / Photovoltaic 675 Wp new 8/2017

Wassermacher / Watermaker 12 V – 25 l / Std. – 25 l / h – new 8/2017
2. Wasserhahn für Trinkwasser
Direktleitung in die Tanks

Heizung / Heater Webasto

Salzwasserpumpe / Saltwaterpump siehe Foto / see Photo

Deckdusche / Deck shower 1 x Heck
1 x beim Netz

Bordbatterie / on-board battery 690 ah (3 x 230 ah) new 8/2017
Motorbatterie / motor battery 2 x 120 ah new 2016
Autopilot / Autopilot new 9/2017

Dingy großes Dingi mit „Räder“ / with weels
Außenboarder / Outboarder Honda 2,5 PS
Komatsu 18 PS
Davits

Anker / Anchor 40 kg Rocna mit 50 m – 10 mm Kette
20 kg Pflugschar mit 10 m Kette
16 kg Pflugschar
1 x für Dingy

Segel / Sails Roll-Groß neu + Ersatz
Roll-Genua (2 Stk.)

Extras Cockpitpolster neu
Bimini und Polsterüberzüge neu
Kühlschrank und Kühltruhe mit Seewasserwärmetauscher
Waschbecken in Inox

Standort / location: Fort Lauderdale / Florida

If you have any further questions do not hesitate to contact us!

Eine abschließende Reflexion unseres Segeltörns von Kroatien nach Florida:

Heute hatten wir den ganzen Tag Arbeit, um unsere SanVerDa zu räumen und alles für unsere Heimreise vorzubereiten und das wird sicherlich noch ein paar Tage in Anspruch nehmen.

Am Abend saßen Gerhard und ich noch zusammen und reflektierten unseren Segeltörn:

Start der Reise: 21. 8. 2017 in Sibenik (Kroatien)
Ende der Reise: 14. 5. 2018 in Fort Lauderdale (Florida)

Unsere Reise dauerte 280 Tage.

Die größte Herausforderung war die Atlantiküberquerung.

Start der Überquerung: 30. 11. 2017 in Furna (auf der Insel Brava in den Kap Verden)
Ende der Überquerung: 16. 12. 2017 in Charlotteville (Tobago)

Wir verbrachten 16 Tage und Nächte auf unserer SanVerDa, legten 2.168 Seemeilen (= 4.015 km) zurück und hatten dabei eine Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 5,7 Knoten.

Vom ersten bis zum letzten Tag unseres Segeltörns legten wir 8.362 km zurück (= 15.468km), sahen dabei 25 verschiedene Länder und besuchten 97 Inseln.

Während unserer ganzen Reise (280 Tage) benötigten wir 41 Nachtfahrten, um unsere Ziele zu erreichen.

Viele Freunde besuchten uns:

1. Besuch: Kroatien, Griechenland
2. Besuch: Mallorca
3. Besuch: Grenada, Union Island, Palm Island, Tobago Cays, St. Lucia,
Martinique
4. Besuch: Martinique, Dominica, Les Saintes, Terre de Haut, Guardeloupe
5. Besuch: Virgin Gorda, Tortola, Jost van Dyke, St. Thomas
6. Besuch: Puerto Rico, Turks & Caicos Inseln
7. Besuch: Great Abaco, Abaco Cays (Great Guana, No Name Cay, Green Turtle Cay,
Powell Cay, Hog Cay, Allans Cay, Pensacola Cay, Moraine Cay, Great Sale Cay) Grand
Bahama, Florida

2 Mal machten wir auch Urlaub im Urlaub!

8. 10. 2017 bis 23. 10. 2017 – Heimaturlaub (Hausmesse in Gerhards Firma, die beiden Taufen unserer jüngsten Enkelkinder, die Geburtstagsfeier unserer ältesten Enkeltochter).

6. 3. 2018 bis 20. 3. 2018 – Jamaika (Segeltechnisch war es nicht möglich, in der uns zur Verfügung stehenden Zeit auch diese Insel zu erreichen. Aus diesem Grund flogen wir von Puerto Rico zu dieser wunderschönen Insel und erkundeten sie mit einem Mietwagen).

Wir waren nie krank oder hatten uns verletzt. Unsere SanVerDa hielt diese lange Fahrt mit oft sehr hohen Wellen und starkem Wind ohne nennenswerte Probleme aus. Zum Glück mussten wir auch niemals Bekanntschaft mit Piraten machen. Es gab keine extremen Wetterbedingungen – das Segeln machte einfach immer Spaß. Überall, wo wir hinkamen, wurden wir freundlichst empfangen.

Unsere unglaublichsten Erfahrungen auf unserer Reise hatten wir aufgrund der beiden außergewöhnlich starken Hurrikans Irma und Maria gemacht, die im September 2017 über die Karibik (kleine Antillen, große Antillen und Bahamas) zogen. Hier erlebten wir viel Leid aber auch sehr viel Zuversicht! Vieles war schrecklich verwüstet und wir lernten die Inseln in so einem Zustand kennen, wie sie vor uns noch wenige gesehen hatten. Wo normalerweise hunderte von Schiffen stehen, standen wir in beinahe allen Häfen und bei allen Ankerplätzen alleine. Oft hörten wir, dass wir die ersten Besucher waren, die diese Menschen nach den Hurrikans durch ihre stark zerstörten Inseln führten. Die Menschen aber freuten sich über unseren Besuch ganz besonders. Sie schöpften dadurch wieder Hoffnung und spürten, dass das Leben wieder weitergeht.

Von dieser positiven Art der Kariben, das Leben so zu nehmen, wie es ist und das Beste daraus zu machen, konnten wir sehr viel lernen!

… und was wir noch gut gelernt haben – das Limen! ☺

Ankunft und letztes Abschiednehmen in Fort Lauderdale

Nach dem Aufstehen gab es wie üblich wieder einen Kontrollrundgang von Gerhard auf dem Boot, wo er leider am letzten Tag noch einen toten „fliegenden Fisch“ an Bord sichtete.

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Kurz nach sieben Uhr saßen wir schon wieder – mehr oder weniger munter und ausgeschlafen – beim Frühstück. Wir legten in der Las Olas Marina an und leiteten den üblichen Behördenlauf ein: Customs anrufen – alle Angaben telefonisch durchgeben – in die Stadt zum Zoll fahren – danach alle geschlossen bei der Immigration erscheinen …. und schon war der Vormittag um.

Bei unserer Fahrt in die Stadt fielen uns wieder nette Autoschilder auf!

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Zu Mittag gingen wir gemeinsam noch in ein typisch amerikanisches Lokal zum Mittagessen bevor wir wieder zur SanVerDa fuhren. Sandra und Erich und ihr Freund Luki packten ihre Koffer. Leider waren diese 14 Tage viel zu schnell vorbeigegangen. Wir hatten sehr viele Erlebnisse und Spaß miteinander. Besonders gefreut hat uns, dass sich unsere Enkelin Rosa bei dieser großen Reise und dem Segeln so wohl gefühlt hatte. (Kleine Einschränkung: Gestern waren wir bei keinem Strand, Oma!!!)

Danach hieß es ein letztes Mal Abschied nehmen. Auch wenn es jetzt nur noch für kurze Zeit war, fiel es trotzdem schwer, weil es sehr, sehr nett mit den Kindern am Boot war.

Nun werden wir zu zweit noch einige Tage in Florida verbringen, bevor wir endgültig in das wunderschöne Österreich zurückkehren werden.

Den Blog beenden wir mit dem heutigen Tag. Danke für die netten Rückmeldungen und wir haben uns gefreut, dass so viele mit uns mitgereist sind!

Paukenschlagfinale

Da wir 75 Seemeilen vom westlichsten Punkt der Bahamas „West End“ auf Grand Bahama bis nach Fort Lauderdale in Florida zu bewältigen hatten, starteten Gerhard und ich schon um sechs Uhr in der Früh, als alle noch schliefen.

Die See war hier noch sehr ruhig, der Himmel zeigte aber schon herannähernde, größere Niederschläge an. Nachdem wir das Wetter nochmals kontrolliert hatten und wir keine Wetterveränderungen in den nächsten Tagen erkennen konnten, starteten wir trotzdem.

Eigentlich legt die SanVerDa 75 Seemeilen normalerweise in 12 Stunden zurück. Nachdem wir eine Zeit lang schon mit Motor gefahren waren, da kein Wind blies, waren wir etwas verwundert, warum wir nicht auf unsere normale Geschwindigkeit kamen. Wir sausten optisch nur so dahin, aber es wurden nur 3 Knoten Geschwindigkeit über Grund angezeigt. Ungefähr bei der Hälfte unserer Fahrt schlossen wir dann darauf, dass das mit dem Golfstrom zusammenhängen musste. Tapfer aber sehr gemächlich kämpfte sich die SanVerDa durch die Wellen. Je weiter wir fuhren, umso schlechter wurde das Wetter. Es schüttete fast den ganzen Tag über, so dass Gerhard schon mehrmals sein Gewand wechseln und wir den ganzen Tag über im Inneren der SanVerDa verbringen mussten.

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Eigenartigerweise wurde unser Boot (trotzdem alles in bester Ordnung war) immer langsamer und wir merkten den hohen Dieselverbrauch des Schiffes. Immer wieder fuhren wir durch Schlechtwetterfronten und hofften auf Windunterstützung – jedoch jedes Mal vergeblich.

Wir wussten vom Golfstrom und seiner Kraft, die wir uns bei der Überfahrt über den Atlantik zu nutze machten und dass er hier in der Floridastraße eine Geschwindigkeit von bis zu vier Knoten erreichen konnte. Als es dann schon 22 Uhr war und unsere Schiffsnavigation immer noch 12 Seemeilen anzeigte, stellten wir einmal unsere Motoren ab und ließen uns im Meer treiben. Wir hatten nun eine „Negativgeschwindigkeit“ auf unserem Display und die Zeiger der Tankuhren bewegten sich schon im roten Bereich. So schauten wir zum Himmel und hofften auf ein Gewitter in den nächsten Stunden, bei dem uns der Wind für das restliche Stück, das wir noch bis zum Hafen hatten, behilflich sein würde – aber es kam nicht.

Wer jedoch nach ungefähr zwei Stunden kam, das war die U.S. Coast Guard. (Sie ist für die Überwachung der eigenen und der angrenzenden internationalen Gewässer zuständig. So soll in erster Linie der Drogenschmuggel unterbunden werden. Es werden dabei immer wieder Yachten kontrolliert. Sie tragen auch dafür Sorge, dass alle Seefahrzeuge die Schifffahrtsregeln einhielten und sind auch für die Seenotrettung zuständig.)
Da wir uns im Meer treiben ließen und die Beamten das wahrscheinlich auf ihren Radarschirmen sahen, kamen sie zu uns an Bord und kontrollierten unser Boot, die Positionslichter, die Schwimmwesten und alle anderen Sicherheitseinrichtungen und stellten uns ein positives Inspektions-Zertifikat aus. Dabei erzählten wir ihnen, dass wir hier auf Windunterstützung warteten, weil wir sonst nicht sicher waren, ausreichend Diesel zu haben, um die Marina in Florida zu erreichen. Hilfsbereit schauten sie sofort in ihrem Wetterbericht nach und sahen, dass auch in den nächsten Tagen keine Wetterveränderung erkennbar war (Regen und kein Wind) und das Warten deshalb aussichtslos sein würde.

Mit den Worten, sie würden sich etwas überlegen und nachfragen, verließen sie unser Boot wieder. Kurz nach Mitternacht näherten sie sich dann wieder unserer SanVerDa und teilten uns mit, dass es das Vernünftigste sein würde, wenn wir von einem Abschleppboot in den Kanal gezogen würden, da der Golfstrom derzeit mit 8 Knoten Fließgeschwindigkeit fließt und wir so mit dem Diesel nicht auskommen könnten und ohne Diesel tagelang auf Wind warten müssten. Wir überlegten nicht lange und sagten zu, denn Erich war ein bisschen seekrank und außerdem hatten wir ja auch unsere Enkelin Rosa an Bord, der wir so eine lange, wackelige Wartezeit ebenfalls nicht antun wollten. Um 1.30 Uhr kam dann ein „Ablschleppboot“ mit zweimal 490 PS Motoren und zog uns nach Fort Lauderdale. Da das Meer und der Golfstrom so heftig waren, hatte auch dieses ganz schön zu kämpfen.

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Nun kamen wir unserem Ziel näher und konnten dabei in Ruhe schlafen. Rosa und Erich verschliefen den Einsatz komplett und Luki und Gerhard „schliefen“ im Salon, um dem Mann gegebenenfalls behilflich sein zu können.

Um ungefähr vier Uhr in der Früh fuhren wir in Port Hillsboro in den Kanal ein. Fort Lauderdale war durch die „Nachtbeleuchtung“ wunderschön anzusehen. Gesäumt von Palmen fuhren wir zwischen den Häusern der Reichen und den Hochhäusern entlang. Wir passierten etliche Brücken, brauchten aber nicht immer die Brückenöffnungszeiten abzuwarten, da wir geschleppt wurden und waren schließlich kurz vor sechs Uhr bei der Marina. Da man um diese Zeit noch nicht hineinfahren konnte, ankerten wir davor.

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Wir waren sehr zufrieden mit der Lösung, die wir getroffen hatten, denn auch mit ausreichend Diesel in Ersatzkanistern wäre es eine für unsere SanVerDa unmögliche Angelegenheit gewesen Fort Lauderdale anzusteuern. (Wir haben viele Bücher gelesen, auch gestern blätterten wir noch unsere Fachlektüren durch, um Informationen zu bekommen, aber diese konnte man hier nirgends herauslesen!)

Um sechs Uhr in der Früh legten wir uns dann endlich alle zufrieden und erleichtert ins Bett und genossen eine kurze Bettruhe.

Haben sich vielleicht der Golfstrom und unsere SanVerDa verbündet und wollten uns noch dazu überreden unsere Reise fortzusetzten und sie nicht hier in Fort Lauderdale zu beenden?

Es gibt sicherlich noch viele schöne Plätze und Orte zu sehen und man könnte so eine Reise immer weiter ausdehnen. Wir sind aber sehr froh, dass wir den Mut hatten, diese Reise – wie schon Jahre zuvor geplant – durchzuführen und wir sind unendlich dankbar, dass wir diese ohne irgendwelche Zwischenfälle, Unfälle und mit so viel Spaß und Freude erleben durften.

Letzte Fahrt in den Bahamas

Vor dem Ablegen mussten noch einige Arbeiten erledigt werden. Rosa hatte sich in den letzten Tagen abgeschaut, dass wir Erwachsenen uns beim Abwasch immer abwechselten. Aus diesem Grund wollte sie heute den Frühstücksabwasch mit ihrer Mama machen.

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Nach dem Ablegen spielte sie Oma. Wieder bewahrheitet sich das Sprichwort: Kindermund tut Wahrheit kund! – und hier ist Rosa-Oma-Petra beim Blog-Schreiben.

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Nun ging es bei Vorwind der letzten Bahamas-Insel entgegen, zum westlichsten Punkt der Grand Bahama Island, West End. Wieder segelten wir sechs Stunden, heute jedoch ohne Sonne. Um 14 Uhr ankerten wir vor der Hafeneinfahrt von West End. Diesen Ort mussten wir wegen des Ausklarierens ansteuern, obwohl er außer einem Resort nichts zu bieten hatte.

West End ist die älteste Siedlung der Insel, liegt aber heute mit seinen vielen verlassenen Häusern im „Dornröschenschlaf“. Auffallend sind die entlang der Küste und Kaimauer liegenden Berge von leeren Conch-Schnecken, da die Bewohner hier immer noch von dieser alten Tradition leben. Das relativ neue und luxuriöse Resort „Old Bahama Bay at Ginn sur Mer & Marina“ belebt als einziges diese Siedlung.

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Bevor wir mit dem Dingi starteten, versperrte ich noch die SanVerDa und ersuchte deshalb Rosa, mir die Kamera zu halten. Das war für sie ein willkommener Anlass, um ihre ersten Fotografierversuche zu absolvieren und die waren gar nicht schlecht! Bitte schön:

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Als wir unser Dingi am Steg von West End festgebunden hatten, machten wir uns auf den Weg zum Zoll und zur Immigration. Wie auch schon beim Einklarieren auf den Bahamas konnten wir wieder alles superschnell und ganz problemlos erledigen.

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Da nun ein paar Regentropfen vom Himmel fielen, kauften wir Rosa in einem Shop noch schnell ein Eis und setzten uns dann nach langer Zeit wieder in ein Kaffeehaus und genossen die „Zivilisation“.

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Während die Erwachsenen Kaffee tranken, spielten Rosa und ich Domino. Mittlerweile ist sie auch bei diesem Spiel schon ein „alter Fuchs“ und schlägt die Oma!

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Danach wollten wir in die angrenzende Stadt marschieren. Wieder gelang es uns nicht, richtige Auskünfte über die Entfernung dieser zu bekommen. Also entschieden wir, es auszuprobieren und ein Weilchen zu marschieren und gegebenenfalls dort in einem Geschäft ein paar Dosen Bier zu kaufen.

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Als wir schon über einen Kilometer gegangen waren, entschieden wir, nach der nächsten Kurve umzudrehen, als plötzlich ein Wagen hielt. Der Lenker fragte uns, ob er uns mitnehmen sollte. Wir bejahten und zwängten uns alle sechs auf die drei freien Plätze und in den Kofferraum und er ließ uns bei einem Liquor-Store aussteigen. Bevor er wieder weiterfuhr, kurbelte er die Seitenscheibe hinunter und bot uns an, uns nach seinem Einkauf wieder zurück zum Hafen zu nehmen. Sehr erfreut und dankbar nahmen wir das Angebot an.

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Als Garreth uns wieder abholte, hatte er eine große Menge von frischen Conch-Muscheln in einer Plastikdose im Kofferraum. Ich fragte ihn deshalb, ob er ein Restaurant besitzt und er bejahte. Da wir noch nicht zu Abend gegessen hatten, fragten wir, ob sein Lokal geöffnet hatte und er brachte uns gleich bis dorthin. Hier konsumierten wir Conchy-Conch-Fritters, Cracked Conch und bahamaischen Conch-Salat in perfekter Qualität.

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Heute schien leider keine Sonne, so dass Rosa nicht zu ihrem geliebten Strand zum Sandspielen und Schwimmen kam. Hier in diesem Lokal am Strand im oben genannten Luxusresort gab es aber für Kinder einen tollen Spielplatz, der Rosa total begeisterte und für den „Strandentzug“ entschädigte.

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Wieder an Bord prüften wir das Wetter und planten die morgige Route bis Florida. Als wir das machten, wurde uns das erste Mal bewusst, dass das morgen unser letzter Tag auf der SanVerDa sein würde. Bis jetzt war immer so viel los, dass wir nicht dazu kamen, daran zu denken. Jetzt macht mich diese Vorstellung schon ein bisschen traurig! Gut, dass die Kinder an Bord sind und uns so von so trüben Gedanken ablenken.

Fahrt nach Westen in Richtung Amerika

Mangrove Cay war das heutige Ziel mit sechs Stunden Fahrtzeit und 28 Seemeilen Entfernung.

Mit unseren letzten Gemüsevorräten bereiteten wir zu Mittag einen erfrischenden Thunfischsalat zu. Danach ließen wir sofort das Dingi ins Meer und wollten die Insel – dieses Mal rudernd – erkunden, weil Rosa gerne nochmals ein Lagerfeuer gemacht hätte.

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Bei der Dingi-Fahrt zur Insel erfüllte sich schon Rosas Wunsch, nachdem sie bei ihrer Mama eine Wimper gefunden hatte: ein lila Seestern!

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Zur Mittagszeit war gerade Ebbe. Als wir uns mit dem Dingi dem trockengefallenen Teil der Insel näherten, erkannten wir, dass das keine „Lagerfeuer-Insel“ war. Das Wasser hatte sich soweit zurückgezogen, dass nur mehr ein lehmiger Boden übrig blieb, in dem man teilweise bis zu den Knöcheln versank. Wir machten aber trotzdem einen Inselrundgang zwischen Mangroven und Meer. Rosa hatte den Jackpot gemacht, sie wurde abwechselnd von allen Erwachsenen über die Insel getragen, da sie sonst mit ihren Schuhen im „Sandschlamm“ steckengeblieben wäre.

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Erich wollte (wie täglich) sein Schwimmtraining absolvieren, wurde jedoch vom Flachwasser gestoppt.

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Als wir dann zur SanVerDa zurückfuhren, mussten wir sofort mit Rosa ins Meer schwimmen gehen. Da die Wellen hier etwas höher waren, holten wir noch die Schwimmstange für unsere kleine „Wasserratte“ und sie hatte wieder eine neue Erfahrung: Schwimmen mitten im Meer mit Wellen und Strömung!

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Dann war Cocktailtime angesagt – auch für Rosa (Guavensaft mit Eiswürfeln! ☺)

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Als sie nochmals zum Strand wollte, half ein toller Zaubertrick: Wir holten das Fernglas und Rosa war begeistert, da sie alles am Strand so genau sehen konnte!

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Nachdem wir dann noch ausgiebig „Mein rechter, rechter Platz ist leer“ an Bord gespielt hatten, gab es zum Abendessen ein leckeres Jausenbuffet.

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Am Abend hatten wir noch viel Spaß und blödelten bis zum Schlafengehen.

Ein Malheur, das uns zu einem tollen Erlebnis verhalf

Als ich gerade das Wasser für den Tee und den Kaffee aufsetzte, passierte es: unsere letzte Gasflasche wurde leer, obwohl uns noch zwei Segeltage bevorstehen. Für uns war das kein Problem, da wir genug für die nächsten Tage vorgekocht hatten. Nur für Luki und Sandra, unsere Kaffeejunkies, war das so tragisch, dass sie danach gleich den Vormittag verschliefen und erst wieder zum „Leben erwachten“, als das Leitungswasser durch den Motor der SanVerDa so aufgeheizt war, dass sie damit Kaffee „kochen“ konnten.

Während die einen mit ihren Koffeindefiziten kämpften, steuerte Gerhard unser nächstes Ziel die Great Sale Cay an und Rosa und ich, wir widmeten uns wieder dem Malen und Vorlesen und dem ordentlichen Eincremen! ☺

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Nach dem Mittagessen war dann noch „Männerpower“ gefragt. Gerhard musste zum 17m hohen Masttop hinaufklettern, um Kontakte zu kontrollieren, da wir bei unserem Funkgerät nur empfangen und nicht senden konnten. Erich und Luki zogen Gerhard – beladen mit verschiedenen Werkzeugen, die er da oben eventuell hätte brauchen können – mit dem Bootsmannsstuhl zur Spitze. Leider musste er die Diagnose stellen „oxidiert durch die Einwirkung von Sonne und Salzwasser“ und konnte nur unverrichteter Dinge wieder auf das Deck der SanVerDa heruntergelassen werden. (Am Abend berechnete Luki dann die Schwankungen: Bei einer niedrigen Welle von einem halben Meter war Gerhard oben in der Spitze drei Meter hin und her geschaukelt! )

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Als sie dann gegen fünf Uhr wieder zu uns stießen, hatten wir viel Arbeit für Kinder: Holz sammeln, eine Feuerstelle mit Steinen auslegen, Steckerln zum Grillen suchen, zuschauen, wie die Erwachsenen ohne Papier Feuer machten.

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Die „Buben“ kümmerten sich um das Lagerfeuer, die „Mädchen“ deckten den Tisch und richteten alles für das Grillen her.

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Das Malheur, ein bisschen zu wenig Gas an Bord zu haben, verhalf uns heute zu einem tollen Abenteuer, das alle in vollen Zügen genossen. Es hatte uns an nichts gefehlt und unsere Kreativität wurde angeregt und das sehr erfolgreich! Den Sonnenuntergang konnten wir schon wieder an Bord genießen.

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Sehr nett fand ich auch Sandras Aussage, die meinte: „Eigentlich denkt man jeden Tag, man sieht eine unbewohnte Insel und wird einen eher ruhigen und unspektakulären Urlaubstag am Meer verbringen und trotzdem wird aus jedem Tag etwas ganz Besonderes.“

Schnorcheln bei der Bilderbuchinsel Moraine Cay

Eine Privatinsel, auf der man trotzdem herzlich willkommen ist und die wunderschön aussieht war für heute unser Ziel.

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Wir wollten schnorcheln und das konnten wir hier auch perfekt. Sandra und Erich sahen das erste Mal so ein wunderschönes Riff.

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Danach stand Rosas Highlight auf dem Programm: Strandleben!

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Sonst hatten wir das übliche Bordleben …

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… mit dem Höhepunkt Friseurbesuch! ☺

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Allans-Pensacola Cay, eine unbewohnte Insel der nördlichen Abaco-Cays

Die Sonne weckte uns in der Früh schon in unseren Kojen und wir genossen den ganzen Tag über die Frühlingssonne.

Heute hatte die Bord-Wäscherei geöffnet! Jeder durfte bringen, was er frisch gewaschen haben wollte!

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Immer wieder fliegen Flugzeuge über unsere Köpfe hinweg und Rosa verfolgt sie jedes Mal mit größtem Interesse, da sie mittlerweile ja auch schon beim Fliegen „sehr“ erfahren war.

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Nach so viel „Arbeit“ war eine Abkühlung im Planschbecken gefragt!

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Nun segelten wir ungefähr eine Stunde lang zu unserem heutigen Ziel der Allans-Pensacola Cay. Während des Segelns saß Luki im Bootsmannstuhl und schaute entspannt auf das Meer. Plötzlich hörten wir einen Freudenschrei und Luki kam sofort und wollte seinen Fotoapparat holen, da er einen ungefähr drei Meter langen Tigerhai neben der SanVerDa vorbeischwimmen gesehen hatte. Leider blieb es bei dem einen Exemplar.

Luki wollte jedoch nichts unversucht lassen und holte noch Rosas selbstgebastelte Angel und hängte verschiedene Köder daran, um eventuell noch Tigerhaie anzulocken. ☺ Leider aber waren alle seine Mühen vergebens.

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Zum Mittagessen gab es Fisch, Kürbis und Süßkartoffel und allen schmeckte es vorzüglich!

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Während Sandra, Erich und Luki bei Kaffee den Nachmittag genießen wollten hatte die ausgeschlafene Rosa andere Pläne: Schon in der Früh hatte sie wieder einen Strand mit „vielen Seesternen“ am Plotter ausgesucht und wollte unbedingt auf den Strand. Deshalb fuhren Opa Gerhard, Rosa und ich alleine zum Strand. Zwei Stunden lang hatten wir hier unseren Spaß!

Während ich mit Rosa schwamm, ging Gerhard alleine eine Stunde lang schnorcheln. Die Langusten hatten es ihm gestern angetan. Er fand in den Felsspalten auch wieder einige. Sie waren aber noch relativ klein, so dass er sie nicht für das Abendessen einfing.

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Nach dem Abendessen waren dann Memory-Spielen und Tanzen im Netz angesagt.

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Erst mit viel Überredungskunst und dem Zugeständnis Zähneputzen im Freien zu dürfen, war Rosa ins Bett zu bringen! Sie findet den Urlaub jeden Tag so spannend, dass sie vermutet, beim Schlafen Etliches zu versäumen! ☺

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Spieletag an einem verregneten Frühlingstag in den Bahamas

(Nun ist es auf den Bahamas sehr wechselhaft. Bevor im Juni die Hurrikansaison startet, muss sich jedoch das Meer noch stark erwärmen – was bedeutet, dass es noch heiß werden wird.)

Weil es uns so gut gefallen hatte, und die Einladung noch stand, blieben wir heute auch noch auf Hog Cay und wollten die Westseite samt den vorgelagerten kleinen Inseln erkunden.

Leider begann es um fünf Uhr Früh zu regnen, und es schüttete bis zu Mittag. Rosa fand das trotzdem toll, da wir endlich genug Zeit hatten, um „laaaange“ das Einhornspiel zu spielen während die anderen Erwachsenen rätselten.

Etwas später musste Rosa ihre Qualitäten als strenge Jury bei einem Erkennungsspiel zeigen: Opa Gerhard präsentierte ihr seine Zeichnungen und Rosa musste immer den Namen der abgebildeten Personen nennen und sie erkannte alle auf Anhieb, was Gerhard sehr freute!

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Danach kochte ich Thunfischlasagne mit Spinatsalat (der Name der Kochspieleshow: „Petra – Rosa – Lecker“) und während Rosa wieder ihr Mittagsschläfchen hielt, saßen wir schon regenfrei beim Kaffeekränzchen zusammen und genossen ein bisschen die Spielpause.

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Dann war es endlich soweit, die Sonne schien und wir fuhren zu den kleinen westlichen Inselchen von Hog Cay, die von Rosa mit fünf „See“Sternen bewertet wurde! ☺

Während Rosa und ich am Strand zum Sandspielen und Schwimmen blieben, fuhren die anderen mit dem Dingi zum Schnorcheln zu den besagten Inseln. Erich erreichte seine „Mini-Privat-Insel“ per Taucherflossen.

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Die Unterwasserwelt war nicht ganz so beeindruckend, wie wir sie erwartet hatten, wir entdeckten aber das erste Mal Langusten, die sich in den Felsspalten verkrochen hatten. Gerhard freute sich bei ihrem Anblick schon auf ein tolles Abendessen, aber die Langusten waren anderer Meinung und spielten das „Spielchen“ nicht mit.

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Als die Schnorchler nach eineinhalb Stunden wieder zu unserem Strand zurückkamen, wollte Rosa für Opa ein Schwemmholz ausreißen. Als ihr das nicht ganz gelang, holte sie sich die verschiedenen „See“-Pferdchen (Mama, Papa, Oma) zum Reiten im Meer.

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Zufrieden mit dem Wetter und dem gemütlichen Tag tuckerten wir am späten Nachmittag wieder zur SanVerDa zurück.

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Nach dem Abendessen sahen wir wieder einen tollen Regenbogen. Für Rosa war es der erste, den sie in ihrem Leben gesehen hatte. ☺ Sofort mussten wir noch die Zeichensachen auspacken und Regenbogen zeichnen und später Bilder in Malbücher ausmalen.

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